[Blogtour] Blogtour "Salz auf deinen Lippen" von Kerry Greine & Ben Bertram


Hallo ihr Lieben und willkommen zur Blogtour von Kerry Greine und Ben Bertram "Salz auf deinen Lippen". 
In den letzten Tagen gab es ja schon sehr viele interessante Themen und bei mir geht es direkt damit weiter.

Deppressionen & Ängste - Wie geht man damit um? Was verändert sich für Betroffene in ihrem persönlichen Umfeld? 

Depressionen und Angst scheinen in Zusammenhang zu stehen. Viele Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, leiden auch unter einer Angst.

Dabei spielen Versagensängste eine große Rolle. Depressive haben immer wieder das Gefühl, in ihrem bisherigen Leben versagt zu haben. Gleiches gilt auch für die Zukunft. Diese Versagensängste betreffen häufig spezielle Lebenssituationen. So lösen bereits Alltäglichkeiten des normalen Lebens wie der notwendige Einkauf oder die Hausarbeit Angst aus. Immer wieder wird befürchtet, bereits solche Tätigkeiten nicht zu schaffen, zu versagen. Auch das Gefühl, ihren Kindern keine guten Eltern zu sein, kennen viele depressiv erkrankte Menschen nur zu gut. Der Gedanke, daß solche Dinge vor Beginn der Depressionserkrankung problemlos bewältigt werden konnten bzw. solche Befürchtungen nicht existierten, scheint wie ausgelöscht.

Viele Betroffene, die an einer Depression erkrankt sind, kennen auch die Angst, in ihrem Leben schwere, nicht mehr zu korrigierende Fehler gemacht zu haben oder gar eine Schuld auf sich geladen zu haben.

Neben diesen Versagensängsten spielen auch Verlust- und Trennungsängste eine große Rolle. Es wird befürchtet, vom Partner verlassen zu werden, Freunde, Bekannte und nahe Angehörige zu verlieren. Angst vor Einsamkeit wird aufgebaut, eine allgemeine Zukunftsangst entsteht.

Der Einzige, der es wirklich in der Hand hat sich aus diesem Loch der Antriebslosigkeit und Negativität zu befreien, ist der Betroffene selbst.
Als Angehöriger bzw. Arzt kann man nur die Weichen stellen, Ratschläge erteilen und den Patienten unter die Arme greifen. Besiegen muss die Krankheit jeder für sich.

Es hat keinen Sinn, einem depressiven Menschen zu raten, abzuschalten und für ein paar Tage zu verreisen, denn eine fremde Umgebung verstört den Patienten meist zusätzlich. Raten Sie dem Depressiven auch nicht, "sich zusammenzunehmen" - ein depressiver Mensch kann diese Forderung nicht erfüllen. Dieser Ratschlag verstärkt möglicherweise sogar seine Schuldgefühle. Gleiches gilt für Versuche der Aufmunterung. Dagegen sollten Sie Ihren Angehörigen immer dann unterstützen, wenn er Eigeninitiative zeigt.

Machen Sie sich immer bewusst, dass Depressive die Realität in vielen Punkten durch die "depressive Brille", das heißt verzerrt sehen und deshalb Entscheidungen treffen können, die sie nach überstandener Krankheit vielleicht ganz anders bewerten. Berücksichtigen Sie dies in allen Angelegenheiten, die die private oder berufliche Zukunft betreffen.
Für Patienten und Angehörige ist es wichtig, sich durch Bücher oder Videos frühzeitig und umfassend über die Erkrankung zu informieren.

Angehörige von Betroffenen sind mit der Erkrankung häufig überfordert, denn der Umgang mit depressiven Menschen kostet viel Kraft und kann die eigene Lebensfreude trüben. Lesen Sie hier, was Sie als Angehörige tun können, um sich selbst und der betroffenen Person zu helfen.

Die Traurigkeit hinter der Maske 

Es kann sehr schnell zu lästigen Fragen kommen. Alles in Ordnung? Wie geht es dir? Wie läuft es auf der Arbeit? Um weitere Fragen zu vermeiden ist es für Betroffene von großer Bedeutung ihr schauspielerisches Talent voll auszuschöpfen. Es wird die Maske aufgesetzt, gegrinst und ein künstliches Lächeln erzeugt, Hauptsache niemand bemerkt das Stimmungstief, die Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit.

Auch im Freundeskreis ist eine Depression oft ein Tabuthema. Deshalb neigen viele Betroffene auch hier dazu ihre Depression zu verstecken. Das Gleiche gilt beim Sport, gerade bei Mannschaftssportarten ist es schwierig, offen über seine Probleme zu sprechen. Es soll keine Schwäche gezeigt werden, zudem ist nie sicher wie andere darauf reagieren und ob es wirklich im Mannschaftskreis bleibt oder nach außen getragen wird.

Nicht nur die Fassade beginnt zu bröckeln, auch die Welt um einem herum geht kaputt. Der Betroffene kann sich nun nicht mehr verstecken. Das soziale sowie berufliche Leben gerät in Gefahr. Denn das veränderte Verhalten aufgrund der heruntergefallenen Maske verändert auch das Verhalten des Umfelds. Selbst wenn einem am Anfang noch Verständnis entgegen gebracht wird, ändert sich im Laufe der Zeit das Verhalten der anderen. Ungeduld und Unverständnis nehmen den Platz ein. Denn sie können das Leiden des Depressiven nicht nachvollziehen. Nur wer selbst Depressionen hat oder hatte, wird die Krankheit richtig verstehen und richtiges Verständnis zeigen können.


Und zum Schluss gibt es wieder etwas Ausmunterndes.

Ein Gewinnspiel!

Was gibt es zu gewinnen?


Platz 1: 
Kartoffelkäfer und Himbeergeist 


Platz 2: 
Schuhding ins Glück


Platz 3: 
Dauerschleife ins Herz

Was müsst ihr tun um diese tollen Preise zu gewinnen. Beantwortet einfach meine Frage und schwups seid ihr im Lostopf.

Wie würdet ihr mit einem Betroffenen umgehen? 

Die Gewinne werden Ende Februar / Anfang März verschickt.
Ich wünsche euch viel Glück. 

Eure Beate




Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 21.2.2016 um 23:59 Uhr.

Kommentare

  1. Sonjas Bücherecke17. Februar 2016 um 10:56

    Hallo Beate,

    ein schwieriges Thema. Man braucht für den oder die Betreffende viel Zeit, Verständnis, Geduld, Liebe und vor allem auch professionelle Hilfe um dem Teufelskreis wieder zu entfliehen.

    Eine wirlich interessante Blogtour und ein schwieriges Thema. Ein toller Beitrag.

    Wünsche dir einen schönen Tag.
    LG Sonja

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  2. Hallo Beate
    Das ist mal ein sehr informativer Beitrag. Wie ich mit einem Betroffenen umgehen würde möchtest Du wissen? Mit ganz viel Liebe und Geduld, denn ich denke bedrängen das sich die Person öffnet ist hier weniger ratsam und auch nicht förderlich. Aber man kann dieser Person zeigen das man für sie da ist und wenn man merkt das diese es diesem Menschen nicht gut geht, versuchen ihn wieder aus dem Loch heraus holen.
    Lieben Gruss
    Katja

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  3. Hallo,
    Dankeschön für den schönen Beitrag zu einem sehr sensiblen Thema. Wie würde ich mit einem Betroffenen umgehen? Ich glaube, das verlangt sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld. Ich würde immer im persönlichen Gespräch versuchen, Zugang zu bekommen und vielleicht den Betroffenen im nächsten Schritt überzeugen, professionelle Hilfe anzunehmen.
    Lg Bettina H.
    bettinahertz66@googlemail.com

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  4. Hallo Beate,
    ein toller Beitrag und vor allem sehr informativ.
    Man sollte sehr viel Feingefühl, Geduld und Zeit haben. Aber ich finde auch, man darf die Person nicht zusehr in Watte packen, denn das begünstigt das alles noch viel mehr. Lange Gespräche und professionelle Hilfe sind wie ich finde unumgänglich.
    Liebe Grüße
    Kati

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  5. Hallo,

    ich würde der Person zu verstehen geben, dass ich gerne für sie da bin und ihr meine Hilfe anbieten.

    LG
    SaBine

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  6. Guten Abend,
    ein interessanter Beitrag. Du hast das Thema gut heraus gearbeitet :)
    Das ist eine schwierige Frage. Ich würde versuchen ganz normal zu sein und versuchen der Person zu signalisieren "ich bin für dich da". Ich glaube man benötigt ein gutes Gespür für gewisse Sachen und Situationen, des weiteren denke ich ist es wichtig viel Geduld und Empathie für die Person zu haben. Ich glaube ich würde auch versuchen sie abzulenken. Aber ob das klappt, weiß ich leider nicht. ;)
    Liebe Grüße Jeannine M.

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  7. Hallo ,

    Toller und interessanter Beitrag .
    Ich würde für die betroffe Person da sein , zuhören und auf jeden Fall
    schauen das diese Person professionele Hilfe bekommt .
    Ich wünsche einen schönen Tag :)

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  8. Ein sehr schwieriges Thema. Ich würde versuchen mit Gesprächen demjenigen zu helfen. Falls das nichts bringt, würde ich ihm/ihr professionelle Hilfe besorgen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  9. Hallo,

    ich würde dem Betroffenen auf jeden Fall professionelle Hilfe suchen, da nur durch eine entsprechende Behandlung das Risiko einer chronischen Erkrankung entsprechend gesenkt werden kann ;)

    LG

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