Sonntag, 13. November 2016

[Blick ins Buch] Sophia Chase - She is Head over Heels in Love

Hallo ihr Lieben,

um euch den Sonntag ein wenig zu versüßen, hab ich eine Leseprobe aus Band 1 "She is Head over Heels in Love" von Sophia Chase für euch.
Eine sehr erotische Trilogie, die sich genau für einen gemütlichen Sonntag auf der Couch eignet.
Viel Freude.

Rose Erwing steht mitten im Leben und scheint durch nichts zu erschüttern zu sein. Bis zu dem Augenblick, als ihr neuer Boss auftaucht und sie vom ersten Augenblick an in seinen Bann zieht. Von da an gibt es kein Entkommen mehr, sie verfällt ihm und gerät immer tiefer ins Verderben. Er ist zärtlich und besitzergreifend, ungestüm und voller Begierde. Sie braucht ihn –hart, grob, wild, sanft, zart –, alles, was er möchte. Rose entdeckt ganz neue, verruchte Seiten an sich. So sehr sie sich ihm im Rausch der Leidenschaft öffnet, so wenig gibt er aber von sich preis. Er hat einen Schutzwall um sich gebaut und lässt sie nicht hinter seine harte Fassade blicken. Das kann sie kaum aushalten und als er sie dann auch noch in eine für sie unerträgliche Situation bringt, wirft sie das völlig aus der Bahn...




Leseprobe:
[...]„Ich muss Sie kurz sprechen.“ Bennet, der steht immer noch draußen?   „Können Sie später noch einmal kommen? Ich ... ähm … telefoniere gerade.
Eine Notlüge, nur eine klitzekleine Notlüge. Die darf man sich doch wohl erlauben.
Doch Bennet scheint sich nicht darum zu kümmern. Er reißt die Tür auf, wobei ich aus den Augenwinkeln einen Blick auf Debby erhasche, die mich mit großen Augen ansieht, ehe Bennet meinen einzigen Fluchtweg mit seinem Körper versperrt und die Tür schließt. Ich sollte mich eigentlich umdrehen, doch ich erstarre. Mein Gesicht muss fürchterlich aussehen. Rot, geschwollen, überall verlaufene Schminke. Doch was soll´s. Einmal am Tiefpunkt angekommen, sollen sich doch alle an meinem Leid ergötzen.  „Rose, um Himmels willen. Was ist passiert?“, fragt er und kommt auf mich zu.
„Nichts. Gar nichts.“ Ich will stark sein. Ihn so wenig wie möglich ansehen, doch unter seinen Blicken löse ich mich auf. Ich verliere meine Contenance und beginne wieder zu weinen. Die Hände schlaff an seinem Körper nach unten baumelnd, den Kopf leicht schief gelegt und zum ersten Mal richtig menschliche Gefühlsregungen ausstrahlend, beobachtet William mich. Fast so, als würde er überlegen, ob er näherkommen soll oder nicht. Beißt sie?
Kratzt sie?  „Meine Nase läuft.“ Es ist der dümmste Satz, der mir einfällt.  „Hier“, flüstert er, reicht mir ein Taschentuch, kommt dabei um den Tisch herum und kniet sich vor mich hin. „Hat Ihnen jemand etwas angetan?“  Ich schüttle zwar den Kopf, empfinde es jedoch als unaufrichtig. „Oder doch. Ich weiß es nicht.“
Bennet scheint zwar nicht überfordert zu sein, trotzdem merke ich die Spannung, die auf seinem hübschen Gesicht liegt. Am liebsten würde ich mich ihm an den Hals zu werfen, um mir den Kummer von der Seele zu heulen. Doch ich bezwinge den Impuls und konzentriere mich auf meine
Atmung. Langsam bekomme ich sie wieder unter Kontrolle. Mein Puls rast zwar noch immer, aber nach und nach fange ich mich.  „Atmen Sie ruhig. Wollen Sie etwas trinken?“  „Nein danke.“  Er sieht auf meine Hände, die auch diesen Baumwollfetzen zerlegen – eine alberne Angewohnheit. Dann nimmt er meine Finger zwischen die seinen, streicht sanft darüber und es hilft, ich merke, wie sich die letzte Verkrampfung löst. „So ist es besser“, flüstert er. „Wer hat Ihnen etwas getan?“  „Nicht in dem Sinne. Ich hatte nur eine Auseinandersetzung. Es geht schon wieder – Flugzeug unter Kontrolle.“ Oh Gott, versuche ich gerade, witzig zu sein und aus meinem Leben eine Satire zu machen?  
„Die Maschine sieht aber noch ziemlich mitgenommen aus.“  Er hat vermutlich recht. Ich muss wie eine Mischung aus Graf Dracula und Scream wirken. „Reden Sie.“
„Ich habe mich gerade mit Taylor, meinem Freund, also Ex-Freund, getroffen und mit ihm Schluss gemacht. Das war´s.“
Bennet sieht mich schief an und scheint wütend zu sein. Ich hoffe, nicht auf mich, weil ich wegen dieser Kleinigkeit, die es für ihn sicher ist, ein solches Theater mache. Reflexartig will ich ihm meine Finger entziehen, doch er klammert sich daran, als wäre er derjenige, der Hilfe benötigt. „Das war eine sehr kluge Entscheidung, Rose. Hat er Sie betrogen?“  Einen Moment glaube ich wieder, über die Klippe zu stürzen. Atmen. Atmen, sage ich mir vor. So gelingt es mir dann doch, die Tränen zurückzuhalten. „Ja. Mit dem hatte ich eigentlich bereits abgeschlossen. Ich wollte nur wissen, warum er es getan hat. Ich meine, er wird doch nicht ohne Grund unsere Beziehung aufs Spiel gesetzt haben.
„Was hat er gesagt?“
„Dass ich langweilig bin. Ich hätte meinen Reiz verloren – so seine Worte.“ Ich fasse mir mit meiner Rechten, die ich ihm entziehen konnte, an die Schläfe, die so pocht, dass es mir fast den Schädel zerreißt. „Warum hat er mir das nicht früher gesagt? Ich hätte mich doch ändern können, oder zumindest hätte ich es versucht. Es will nicht in meinen Kopf.“
Betretenes Schweigen legt sich über uns. Es gibt mir Zeit, seine Hände zu studieren, ich vermeide bewusst den Blick nach oben, in sein Gesicht, an seine Lippen, die er vorhin zu einer schmalen Linie zusammengepresst hat. Seine Finger streichen noch immer über die meinen. Kneten sie, dann streicht er wieder über meine Handfläche, bis hinauf zu den Fingerspitzen. Meine Haut glüht, während ich dem Sekundenzeiger seiner Uhr folge. Alles ist so perfekt an ihm. Seine Hände so weich, sein Duft so angenehm, seine Stimme so sanft, ganz anders als sonst.  
So muss es sein, wenn er dich begehrt. Wenn du ihm gehörst. Ich will, dass er immer so ist. Dass die Zeit stehen bleibt und ich ewig mit ihm hier sitzen kann.
„Rose, Sie sind weder langweilig, noch fehlt Ihnen der Reiz. Sie reizen ... ach, vergessen Sie es.“  „Das müssen Sie sagen, weil Sie wollen, dass ich mit Ihnen die Termine bespreche, deswegen sind Sie doch gekommen. Dann werden Sie mir mitteilen, in welchen Nobelschuppen wir morgen essen gehen. Ein Essen, zu dem ich mich habe breitschlagen lassen. Auch wenn ich dort gar nichts verloren habe. Ich durchschaue Sie.“
Er grinst schief. „Ich muss gar nichts sagen, Rose. Ich muss auch nicht hier sein und Händchen halten. Das geschieht aus freien Stücken.“ Als er nach vorne rutscht, ist sein Gesicht plötzlich so nahe. Ich merke sogar, dass er sich heute nicht rasiert hat, da sich ein dunkler Schatten an seinem Kinn abzeichnet. Vermutlich hat ihn Miss Hope daran gehindert, denke ich traurig. „Sie müssen morgen auch nicht zum Essen mitkommen. Wobei ich mich frage, was Sie daran so schlimm finden.“  „Sie sind mein Boss“, stelle ich fest, als wäre dies Erklärung genug.  
„Morgen nicht. Morgen bin ich nur ein Freund, der Sie zum Essen einlädt“, flüstert er und wischt mir einen schwarzen Strich von der Wange. Einen von vielen, wie ich vermute.
„Sie verwirren mich“, gebe ich leise zurück. „Ich habe immer das Gefühl, dass Sie aus allem ein großes Spiel machen.“  „Haben Sie das?“  
„Ja, habe ich.“  Seine Augen wandern zu meinem Mund, der so sehr prickelt, dass ich ihn am liebsten anfassen würde. Er seufzt und sieht wieder zu mir hoch. „Sie haben ja gar keine Ahnung, welche Spiele ich mit Ihnen spielen möchte.“
„Dann tun Sie es doch.“ Die Worte sprudeln aus mir heraus, noch bevor ich denken kann. Doch es stört mich nicht. Vielleicht ist es das, was ich brauche – ihn. Den Mann, den ich auf der ganzen Welt am wenigsten haben kann.  
„Du reizt mich, das wollte ich vorhin sagen. Doch wir wissen beide, dass ich nicht darf, Rose“, raunt er und berührt sacht meine Lippen. „Drei Tage und ich kann kaum hier hereinkommen, ohne dass ich mein ganzes Maß an Selbstbeherrschung verbrauche. Es ist falsch und ich sollte mein schlechtes Image nicht so pflegen, wie ich es in deinem Fall tue.“  
Im nächsten Moment setze ich meinen Job aufs Spiel, da ich nach seiner Krawatte fasse, mich mit meinem Stuhl zu ihm heranziehe und meine Lippen auf die seinen lege. Habe ich mir Linderung erwartet, brennen sie nur noch mehr. Ich beschließe, mich mit einer einfachen Berührung zufriedenzugeben, doch ich habe die Rechnung ohne ihn gemacht. Er umfasst meinen Körper, öffnet meine Lippen und schiebt seine Zunge dazwischen. Ich stöhne, als ich ihn endlich schmecke.  Immer wieder streicht er über meine Zunge, saugt, kitzelt und reizt sie, bis ich glaube, unter ihm zu zerfließen. Auch er atmet schneller.  
Verdammt, ich will diesen Mann. Das ist nicht genug, ich möchte mehr – alles.  
Immer wieder stößt er in meinen Mund, wobei ich das Gefühl habe, dass dies der intimste, erotischste Kuss ist, den ich je erleben durfte. Die Welt um mich herum hat aufgehört, sich zu drehen, es existieren nur noch William und ich. Meine Hände, die noch immer seine Krawatte umklammert haben, wandern nun nach oben zu seinen Haaren. Ich stöhne auf, als ich sie zwischen meinen Fingern habe. So habe ich sie mir vorgestellt.
Die Wärme zwischen meinen Beinen wird immer unerträglicher, darum öffne ich die Schenkel, was ihn noch näher an mich heranbringt. In dem Moment ist mir alles eins. Mir ist egal, wie es nach diesem Kuss weitergehen soll. Mir ist egal, was außerhalb dieses Raumes geschieht, ob Charles Bennet und Debby im Türrahmen stehen und uns zusehen. Ich will nur bei ihm sein. Eine Illusion, wie die Realistin in mir schreit. Er hat selbst gesagt, dass er nicht darf. Er wird es als Unfall deklarieren und mich feuern.  
Meine Finger hat er schon längst losgelassen und eine Wanderung quer über meinen Rücken aufgenommen, wobei er mich hungrig an sich drückt. William wird mutiger und ebenso gierig wie ich, er lässt seine Finger meine Wirbelsäule hinauf nach vorne bis hin zu meiner Brust gleiten, die er so sanft streift, dass ich fast zweifle, wirklich berührt worden zu sein.[...]

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und viel Freude mit dem erotischen Schmankerl.

Eure Beate

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