[virtuelle Couch] Zu Gast bei mir Susanne Ptak


Heute habe ich wieder eine ganz tolle Autorin bei mir zu Gast, die spannende Ostfriesland Krimis für euch schreibt. Susanne Ptak aus dem Klarant Verlag wird mir heute einiges über sich erzählen. Viel Vergnügen.

Hallo liebe Susanne, 

es freut mich, dass du die Zeit gefunden hast, zu mir zu kommen und für mich und deine Leser Fragen zu beantworten. 

Dann fangen wir doch direkt mal an.

Du feierst mit deinen Ostfriesland-Krimis großen Erfolg und dazu gratulier ich dir. Wie fühlt es sich an in den Besteller Listen zu stehen?
Erst mal ganz herzlichen Dank für die Einladung, liebe Beate und danke schön für die Glückwünsche.
Wie sich das anfühlt? Einfach toll! Etwas leidenschaftlich gerne zu tun und damit auch noch Erfolg zu haben – ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist!

Du selbst kommst ja auch aus dem ostfriesischen Lande. Wie würdest du die Menschen dort beschreiben und könntest du dir vorstellen, dass es wirklich solche Morde in den Ortschaften geben könnte?
Ich bin eine sogenannte „Wahlostfriesin“ und das auch erst seit dem Jahr 2003. Gebürtig bin ich aus dem Rheinland, genauer gesagt aus Düsseldorf. Inzwischen verbinde ich „Heimatgefühl“ aber definitiv mit Ostfriesland.
Wir sind hier damals sehr herzlich aufgenommen worden und haben uns nie als „Zugereiste“ gefühlt, was schon sehr viel über die Menschen in unserer Nachbarschaft aussagt.
Gerne wird den Ostfriesen ja eine gewisse Zurückhaltung nachgesagt, was sicher auch auf einige zutrifft. Aber wenn man sie einmal „geknackt“ hat, dann hat man Freunde fürs Leben gefunden.
Und nein, ich denke nicht, dass es solche Morde, wie meine Kollegen und ich sie „verüben“, hier geben könnte, schon gar nicht in dieser Häufigkeit ...  Allerdings ist gerade die Idylle der meisten ostfriesischen Ortschaften eine wahre Herausforderung für jeden Krimi-Autoren – die muss zerstört
werden! Und böse Menschen gibt es schließlich überall.

Welches der 5 Bücher deiner Serie hat dir am meisten Freude bereitet und ging locker zu schreiben? Und bei welchem Buch gab es vielleicht Schreibblockaden?
Richtige Schreibblockaden hatte ich bisher zum Glück noch keine.
Der „Wiekenmord“ hat sich ein wenig schwierig gestaltet. Ich schreibe immer einfach drauflos, also ohne Exposé oder irgendwelche Notizen. Die Grundidee ist da und entwickelt sich beim Schreiben weiter. Beim „Wiekenmord“ bin ich allerdings irgendwo „falsch abgebogen“ und das Ganze machte gar keinen Sinn mehr. Es war dann harte Arbeit, mich da wieder heraus zu manövrieren und erforderte das Umschreiben mehrerer Kapitel.
Besonders leicht gefallen ist mir der „Hebammenmord“. Der schrieb sich sozusagen von alleine.
Die meiste Freude hat mir allerdings der gerade fertig geschriebene Krimi „Feuermord“ bereitet, weil sich eine ganze Menge im Leben zweier meiner Protagonisten ändern wird.

Könntest du dir vorstellen ein anderes Genre zu schreiben?
Ich bin passionierte Krimi-Autorin, habe aber auch einen leichten Hang zu Fantasy. Wer weiß – vielleicht irgendwann?

Liest du denn selbst auch am liebsten Krimis?
Ja, auf jeden Fall. Besonders gerne Regionalkrimis, wobei es nicht immer Ostfriesland sein muss. Außerdem mag ich die amerikanischen „Cozy Mysteries“.

Wie kommen dir deine Einfälle? Hast du immer Stift und Papier bei dir, wenn du eine Idee hast?
Die besten Ideen habe ich während unserer Spaziergänge mit den Hunden. Offenbar hat der „Logabirumer Forst“ eine kriminelle Wirkung auf mich. Irgendwie schaffe ich es, die Ideen alle im Kopf zu haben, ich schreibe nur selten etwas auf. Dafür vergesse ich gerne mal den halben Einkauf – anscheinend hat auch meine „Festplatte“ nur begrenzten Speicherplatz .

Sind noch weitere Bücher in Planung aus der ostfriesischen Idylle oder bekommen wir mal eine spannende Geschichte aus einer anderen Gegend?
Die ostfriesische Idylle wird mich sicher so schnell nicht loslassen. Ende des Monats erscheint der weiter oben schon angesprochene „Feuermord“ als 6. Band der Reihe um die Holtlander Spinngruppe, dem in diesem Jahr noch zwei weitere folgen werden.
Zurzeit schreibe ich ebenfalls an einem Ostfrieslandkrimi, der aber diesmal im Feriengebiet Krummhörn spielt, genauer gesagt in Greetsiel und Pilsum. Meine beiden neuen Protagonistinnen nebst Mops-Rüden „Sir Toby“  bereiten mir schon jetzt sehr viel Freude.
Außerdem werde ich mich schon bald auf fremdes Terrain begeben und in den USA morden.
Wir haben einige Male Urlaub in Lancaster County, Pennsylvania, gemacht. Dort leben sehr viele „Amish People“, deren Lebensweise mich sofort faszinierte. Also wird es bald einen Amish-Krimi
von mir geben, ein wenig im Stil des „einzigen Zeugen“, der bei mir allerdings eine Zeugin sein wird. Dadurch dass meine Protagonistin Zeugin eines Mordes wird, gerät sie in Gefahr und wird darüber hinaus mit einem Zweig ihrer Familie konfrontiert, von dem sie bisher nichts wusste und dessen Lebensweise sich massiv von allem unterscheidet, was sie bisher kannte.

Wie würdest du deinen Tagesablauf beschreiben, wenn du gerade an einem Manuskript arbeitest?
Irgendwie schreibe ich eigentlich immer an einem Manuskript und da das Leben ja immer kleinere und größere Überraschungen für einen bereit hält, die den Tag gerne mal komplett durcheinander würfeln, gibt es vorsichtshalber keinen konkreten Tagesablauf. Wenn es aber wirklich mal so klappt, wie ich es gerne hätte, dann sieht er so aus:
Nach dem Frühstück geht es erst einmal zu den Schafen, die schon sehnsüchtig auf ihr Futter warten.
Dann folgt der Hundespaziergang und so gegen 9.00 Uhr beginne ich mit dem Schreiben. Wenn es gut läuft, dann schreibe ich, bis mir der Magen knurrt und ich dringend Mittagessen kochen muss.
Wenn es die Zeit erlaubt, gönne ich mir danach ein Stündchen auf dem Sofa.
Nachmittags noch mal eine Hunderunde und dann ist wieder „Schreibzeit“.
Im Winter geht’s dann am Abend noch einmal in den Schafstall, im Sommer drehen wir eine Runde über die Weide, um zu sehen, ob mit den Wolligen alles in Ordnung ist und um das Wasser aufzufüllen.
Pünktlich um 20.15 Uhr ziehe ich mich mit dem Spinnrad oder den Stricknadeln vor den Fernseher zurück. Übrigens bevorzuge ich auch beim Fernsehen Krimis :-D.

Du bist in den sozialen Netzwerken zu finden. Wie wichtig ist es dir dort auch präsent zu sein und schreibst du auch mit Lesern?
Ich denke, dass man heutzutage auf eine Präsenz im www gar nicht mehr verzichten kann, obwohl ich zugeben muss, dass ich dem Ganzen anfangs äußerst skeptisch gegenüber stand.
Das hat sich allerdings sehr geändert, denn inzwischen macht es mir sehr viel Spaß mich über die sozialen Netzwerke mit meinen Lesern und auch mit vielen lieben Autorenkollegen, die ich dort kennengelernt habe, auszutauschen. Im „richtigen Leben“ wäre das in diesem Umfang ja gar nicht möglich. Und gerade der Austausch mit meinen treuen Lesern ist für mich sehr wichtig, schon weil man so direkt erfährt, ob man auf dem richtigen Weg ist. Ich kann durchaus behaupten, dass die sozialen Netzwerke mein Leben bereichert haben.

So liebe Susanne, dass war es. Vielen Dank, dass du bei mir warst und mir meine Fragen beantwortet hast. 
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag. 
Ich bedanke mich für die interessanten Fragen, liebe Beate, und wünsche auch dir einen schönen Restsonntag.

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, hab ich tolle Links, die euch zu den Büchern von Susanne Ptak führen:
Hexenmord: http://www.amazon.de/dp/B00JV07LY8
Grünlandmord: http://www.amazon.de/dp/B00KJIW5A6
Wiekenmord: http://www.amazon.de/dp/B00MHXC57E
Rosenmord  http://www.amazon.de/dp/B00PG7WHXK
Hebammenmord: http:www.amazon.de/dp/B00TOULYMU

So ihr Lieben, ich wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag. Ich geh jetzt meinen Geburtstag feiern.
Bis bald.

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