Montag, 13. März 2017

[Blick ins Buch] Leseprobe aus "Dark Room of Love" von Veronika Engler


Guten Morgen ihr Lieben,

habt ihr schon der neue Roman und Bestseller "Dark Room of Love" von Veronika Engler gelesen.
Falls nicht, hab ich euch mal eine schöne Leseprobe aus dem erotischen Liebesroman herausgesucht.
Aber erstmal einige Eckdaten von dem Buch für euch:

ISBN: 978-1520706795
Preis: 2,99 Euro [E-Book]
          9,99 Euro [Print]
          kindleunlimited

Klappentext:
Willkommen im Dark Room.
Betreten auf eigene Gefahr!
Mach dich bereit für das Abenteuer deines Lebens …
Ihren neunundzwanzigsten Geburtstag feiert April im "Rooms", dem verruchten und derzeit angesagtesten Club in L.A.
Ihren Freunden – und sich selbst – will sie beweisen, dass sie sehr wohl richtig Spaß haben kann.
Heißer Sex mit einem Unbekannten? Das klingt doch aufregend.
Auch um ihre biedere Schwester June zu provozieren, kauft sie sich ein Ticket für den Dark Room.
Und tatsächlich: Dort wartet ein erotisches Erlebnis der Extraklasse auf sie.
Da ist es ja fast schade, dass sie den geheimnisvollen Unbekannten, der sie zu ungeahnter Ekstase
treibt, nie wiedersehen wird.
Oder etwa doch?
Als sie am nächsten Tag an ihrem Arbeitsplatz am Filmset erscheint, wo der neueste Psychothriller mit Adam Mars in der Hauptrolle gedreht wird, realisiert sie, dass sie ihren dominanten Liebhaber aus dem Dark Room doch besser kennt als gedacht.


Blick ins Buch:
[...]Die Mädels von der Maske warteten bereits darauf, mich für die heutige Szene herzurichten. Doch, wie gewohnt, konnte ich ihrem übertrieben freundlichen Geschnatter nichts abgewinnen. Was zur Hölle ist heute eigentlich dein Problem, Mars? Die Tatsache, dass dich eine Frau mal nicht anhimmelt, oder die Frauen, die dir, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort an Ort und Stelle den Schwanz lutschen würden? Meine Laune schien von Minute zu Minute weiter in unterirdische Ausmaße abzusinken. Blieb nur zu hoffen, dass mir heute niemand ans Bein pinkelte, denn dann würde es hier echt ungemütlich werden.
Nach schier unendlich langer Zeit, der ich dem Visagistinnen-Hühnerhaufen ausgesetzt war, konnte ich mich endlich verziehen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie alles mit purer Absicht hinauszögerten. Ich bildete mir im Grunde nicht viel auf mich ein. Denn ich bin ein arroganter, chronisch schlecht gelaunter Mistkerl. Trotzdem konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele Berührungen der Damen mehr als rein zufällig waren. Mies drauf, schlenderte ich über die leeren Gänge, immer in Richtung Set. Ich war trotz der Langsamkeit meiner Maskenbildnerinnen früh dran, da ich heute irgendwann einfach aufgegeben hatte, um den Schlaf zu kämpfen. Beinahe gespenstisch ausgestorben war es hier, denn um diese frühe Uhrzeit waren noch nicht viele zur Arbeit erschienen. Niemand, außer den Hühnern und … April, wie ich verwundert feststellte.
Mein Weg führte mich nämlich auch vorbei am Requisitenraum, wo sie ihre Schätze bunkerte. Mein Kopf schalt mich lautstark, Aprils Anwesenheit auf keinen Fall offensichtlich zu registrieren. Ganz im Gegensatz zu meinem Herzen, das plötzlich wie verrückt anfing zu pochen. Ganz zu schweigen von anderen, drängenden Körperteilen. Reiß dich zusammen, Mars. Ehrlich, du Mädchen. Gerade, als ich an April vorbeigehen wollte, sah ich, wie ihr ein Stapel Bauteile für das Set plötzlich von den Armen rutschte und sich lautstark auf dem Betonboden der großen Lagerhalle in den Studios verteilte. Noch bevor mein Verstand einschreiten und mich vor solch Gentleman-artigem Verhalten bewahren konnte, war ich auch schon  auf sie zu geeilt und hatte mich nach Aprils Sachen gebückt. Bitte was? Verdammte Scheiße, Mars! Aprils Überraschung bezüglich meiner Hilfsbereitschaft war nicht zu übersehen. Sofort schrak sie einen Schritt zurück. Während sie sich zur vollen Größe aufrichtete, kniete  ich wie ein Volltrottel vor ihr. Mein Gesicht befand sich genau auf Höhe ihres überaus verführerischen Unterleibes, den sie äußerst sexy in einen schwarzen, engen Lederrock gehüllt hatte. Dazu trug sie einen weiten, ebenfalls schwarzen Wollpullover, auf dem mittig ein dicker, violetter Längsstreifen prangte. Auch die kniehohen Stiefel waren nicht zu verachten, ebenso wenig wie das bisschen Nylonstrumpfhose, die noch zwischen Stiefel und Rocksaum hervorblitzte. Beides natürlich in Schwarz gehalten, wie auch sonst, bei April. Ihre langen, schwarzen Haare reichten ihr hinten fast bis zu den Hüften, und umrahmten vorne Aprils schmales, mädchenhaft zartes Gesicht. Dass sie mit ihren neunundzwanzig Jahren zwei Jahre älter war als ich, hätte ich bis gestern niemals geschätzt. Immer noch stand April wie ein Reh im Scheinwerferlicht vor mir, und sah mich mit großen, dunklen Augen an. Sag was, Mars! Doch stattdessen sah ich zu, dass ich die Peinlichkeit meiner Darbietung auflöste, Aprils Sachen erneut fallen ließ und ruckartig auf die Beine kam. Aprils leiser Schreckensschrei, der einem Stöhnen gleichkam, ließ mich innehalten. Wie in Zeitlupe erkannte ich das fehlende Puzzleteil in all meiner Verwirrung:
April war mir nicht so unbekannt, wie es den Anschein machte. Ich kannte sie besser, als es ihr lieb war, und wenn es mich nicht täuschte, war sie sich dessen sehr wohl bewusst. Daher auch gestern ihr überstürzter Abgang aus der Küche … Meine Instinkte waren geweckt und noch ehe ich es hätte verhindern können, hatte ich sie auch schon gegen die Wand hinter uns gedrückt. Ihr Atem ging stoßweise, doch sie wehrte sich nicht gegen meinen Angriff. Drängend fixierte ich sie mit meinem Körper gegen den kalten Beton, da ich fürchtete, sie würde ansonsten erneut versuchen vor der Wahrheit zu fliehen. Mein folgendes Versprechen sollte April aus ihrer Schockstarre lösen.
„Dein Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben, Kleines.“ Die Worte, deren tieferen Sinn nur wir beide verstanden, trafen April wie ein Blitz und ihre schlichte Antwort bestätigte mir, was ich längst wusste: Sie war jene geheimnisvolle Unbekannte, die mir zuletzt offenherzig so viel Freude bereitet hatte, auch wenn sie sich in der realen Welt genau gegenteilig verhielt. „Du?“, entgegnete April. Dabei handelte es sich mehr um eine rhetorische Frage, denn wir wussten beide, was uns in unserer Erinnerung für immer unzertrennlich verband: Hemmungsloser, anonymer Sex ohne Verpflichtungen. Ich nickte. „Oh mein Gott! Also ist alles wahr.“ Plötzlich schien April aus ihrer Starre zu erwachen. Panisch wand sie sich vor mir, während ich ihre Handgelenke immer noch fest neben ihrem Kopf an die Wand presste. Die Unfähigkeit zu fliehen, ließ dicke Tränen in ihre großen, wundervollen Augen steigen. „Bitte, lass mich“, schluchzte sie. Doch ich konnte es nicht, wollte April nicht gehen lassen, während diese Sache wie eine Mauer trennend zwischen uns stand. Stattdessen tat ich das Einzige, mit dem ich mir zu helfen wusste, ehe ihre Tränen mich in den Wahnsinn trieben: Hitzig und unüberlegt presste ich meine Lippen auf Aprils süßen, rosa Mund und erstickte damit ihr Schluchzen.[...]

Und jetzt hoffe ich, dass ich euch Geschmack auf das tolle Buch gemacht habe und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Eure Beate

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen