Sonntag, 6. Januar 2013

Interview/Petra Röder

Heute habe ich die Ehre die Autorin Petra Röder auf meiner virtuellen Couch zu begrüssen.
Hallo Petra,
schön das Du es geschafft hast zu mir zu kommen und Dich mit mir zu unterhalten. Nimm bitte Platz und lass uns doch direkt loslegen.
Was mich schon immer brennend interessiert hat, was hat Dich erwogen Autorin zu werden? Hattest Du Vorbilder?
Als Teenager habe ich Michael Endes "Unendliche Geschichte" gelesen und habe mir immer gewünscht, auch einmal einen Fantasyroman zu schreiben. Es hat jedoch lange gedauert, bis ich mich endlich getraut habe, meine eigene Geschichte zu schreiben. Früher fehlte mir die Zeit dazu. Erst als ich mich selbstständig gemacht habe, konnte ich meinen Traum verwirklichen. Mein erster Roman liegt noch heute in der Schublade, wo er wahrscheinlich auch bleiben wird.


Wenn ich mir Deine bisher erschienen Bücher anschaue, schreibst Du immer wieder in verschiedenen Genre.
Wie kommt es dazu?
Immer nur ein Genre zu schreiben würde mir ziemlich schnell auf die Nerven gehen. Bei mir ist es wie mit dem Essen: Ich brauche Abwechslung, sonst wird es irgendwann zu eintönig.


Was hat Dich erwogen das Buch „Traumfänger „ zu schreiben? Ich selbst hab es gelesen und hatte mir am Ende Gedanken darüber gemacht, ob es wirklich so ist, wenn man im Koma liegt.
Hast Du Dich vorher mit dem Thema intensiv befasst oder geschah das aus reiner Fantasie?
Traumfänger ist entstanden, weil ich die Geschichte wirklich geträumt habe. Ich habe mich sofort hingesetzt und alles grob aufgeschrieben. Würde ich mich an jeden Traum erinnern, so hätte ich wohl Material bis an mein Lebensende. Leider vergisst man vieles, aber einige meiner Träume fließen in meine Romane mit ein.


Wenn ich mir die Auswahl Deiner Bücher anschaue, spricht Du verschiedene Altersgruppen damit an. Wolltest Du das von Anfang an so oder hat sich das im Laufe der Zeit ergeben.
In erster Linie schreibe ich, was ich selbst gerne lese. Und das sind nicht nur Romane für Erwachsene, sondern auch Jugendbücher. Ich habe z.B. die Harry Potter Serie regelrecht verschlungen. Ich glaube das hat sich einfach so ergeben. Ich freue mich aber, wenn viele verschiedene Zielgruppen meine Bücher lesen.


Ich habe gelesen, dass Du die Cover zu Deinen Büchern selbst erstellst. Brauchst Du sehr lange, um zu wissen, wie das Cover eines Deiner Bücher aussieht? Gestaltest Du es, bevor Du das Buch schreibst oder währenddessen?
Das ist unterschiedlich. Manchmal habe ich das Bild des Covers schon beim Schreiben vor meinem geistigen Auge und ein andermal dauert es eine Ewigkeit, bis ich mit dem Cover zufrieden bin. Es kommt schon vor, dass ich zehn verschiedene Cover bastle, bis endlich das eine entstanden ist, das ich dann auch verwende.


Woher holst Du Dir Deine Inspiration?
Meistens spinne ich mir meine Geschichten zusammen, wenn ich im Bett liege und kurz vor dem Einschlafen bin. Ich höre dann mit meinem MP3-Player leise Musik und fantasiere so vor mich hin. Nicht selten nehme ich diese Fantasien mit hinüber in den Schlaf und träume diese dort weiter. Leider kann ich mich nicht an jeden dieser Träume erinnern, aber hin und wieder ist das doch der Fall und dann wird es meistens ein neuer Roman.


Dein Mann ist ja auch Autor, nur auf einem anderen Gebiet. Wie sieht denn Euer Tagesablauf aus. Arbeitet ihr zusammen in einem Büro oder getrennt?
Wir haben zwei Büros, die aber nebeneinander liegen. Momentan schreibt mein Mann kaum noch, denn er hat seine alte Leidenschaft für das Fotografieren wieder entdeckt. Hätten wir nur ein gemeinsames Büro, wäre ich bestimmt schon Amok gelaufen, denn ich brauche meine Ruhe, wenn ich schreibe.


Hast Du generell ein bestimmtes Ritual, wenn Du schreibst? Hörst Du dabei vielleicht auch Musik?
Ich schreibe meistens in der Nacht. Dann ist alles still und ich werde nicht abgelenkt. Außerdem liebe ich diese nächtliche Stimmung. Man kann sich viel besser in verschiedene Szenen hineinversetzen. Ab und zu kommt es aber auch vor, dass ich am Tag schreibe, aber das ist eher selten.
Musik höre ich nicht, denn das lenkt mich zu sehr ab. Es gibt jedoch ein paar Songs, die ich immer mal wieder höre, kurz bevor ich anfange zu schreiben, um mich in Stimmung zu bringen.


Was machst Du, wenn Du eine Schreibblockade hast?
Dann lasse ich es bleiben und mache das, worauf ich Lust habe. Sich zum Schreiben zu zwingen bringt nämlich gar nichts. Ich gönne mir dann einige Tage Ruhe, in denen ich mich entspanne. Wichtig ist mir, dass ich mal völlig abschalten kann und mir keine Gedanken über meinen neuen Roman mache.


Welches Buch liegt derzeit auf Deinem Nachttisch?
Wenn ich ganz ehrlich bin: Keines. Ich komme im Moment nicht dazu, ein Buch zu lesen. Dafür höre ich Hörbücher. Gerade habe ich "Deadline - Tödliche Wahrheit" von Mira Grant auf dem Player. Es ist der zweite Teil einer Trilogie. Normalerweise bin ich kein Freund von Zombies, aber diese Serie finde ich wirklich toll.


Wenn Du ein Interview führen dürftest, wen würdest Du Dir wünschen?
Angela Merkel. Aber nur dann, wenn sie mir auch auf alle meine Fragen wahrheitsgemäß antworten müsste :-)


Ich danke Dir für die Zeit, die Du Dir genommen hast, um meine Fragen zu beantworten. Es hat mich wirklich sehr gefreut, etwas mehr über Dich erfahren zu dürfen ich wünsche Dir noch viel Fantasie und Erfolg für weitere tolle Bücher.

  

Petra Röder - Autorin
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