Mittwoch, 16. Januar 2013

Interview/Sandra Henke


Heute darf ich Sandra Henke, eine sehr erfolgreiche Autorin, bei mir begrüßen.
 
Hallo Sandra,

erst einmal herzlich willkommen auf meiner virtuellen Couch. Mach es Dir bequem und wenn es Dir nichts ausmacht, lassen wir unsere Leser nicht lange warten und beginnen gleich mit unserem Gespräch.

Sehr gerne! Herzlichen Dank für die Einladung.


Was mich persönlich immer besonders interessiert ist, was hat Dich bewogen Autorin zu werden?
Ich bin in den Beruf hineingerutscht. Es war nie so, dass ich von heute auf morgen beschlossen habe, ab sofort als Schriftstellerin zu arbeiten oder diesen Traum zu verfolgen. Es war ein schleichender Prozess. Erst schrieb ich nur für mich. Dann legte man mir nahe, meine Texte doch mal anzubieten, worauf ich einige Kinderbücher, Kindergeschichten und Sachgeschichten in bekannten Kinder & Familienmagazinen veröffentlichen konnte. Diese ersten Erfolge machten Lust auf mehr. Irgendwann versuchte ich mich an meinem ersten Roman – und ich merkte, dass ich meine Leidenschaft entdeckt hatte. Zurzeit kann ich mir keinen anderen Beruf vorstellen. Autorin, das bin ich. Ich habe mein berufliches Zuhause gefunden.


Gab es in der Deiner Kindheit schon die ersten Versuche oder hattest Du Deine ersten Schreibversuche erst viel später?
Als Kind schrieb ich, wieso auch immer, einige Gedichte, die im Grunde ganz fürchterlich waren, aber meine Eltern fanden sie toll. Ich malte und verfasste ein Bilderbuch. Später entwickelte und fertigte ich Gesellschaftsspiele an und versuchte ich mich an Kurzgeschichte. Zu keiner Zeit dachte ich daran, zu veröffentlichen. Mir machte es einfach nur Freude, kreativ zu sein.


Du schreibst ja in verschiedenen Genre. In welchem Genre fühlst Du Dich am wohlsten?
Mir gefällt die Abwechslung. Das Genre „erotischer Liebesroman“ ist variantenreicher als man denkt. Es geht ja nicht nur um Sex, sondern man muss sich ebenso bemühen, den Leser mit der Handlung zu fesseln und ihm die Figuren so nah zu bringen, dass er auf der letzten Seite traurig ist, weil er gerne mehr Zeit mit ihnen verbringen würde. Als Erotikautor kann man sich in den verschiedensten Subgenres austoben. Z.B. schreibe ich erotische paranormale Liebesromane für den Ubooks/U-Line Verlag, soft SM Romane für den Heyne Verlag und erotic supsense für den Mira Verlag – drei unterschiedliche Ansätze und doch haben sie dieselbe Basis „Erotik & Liebe“.


In der Bastei Lübbe Akademie leitest Du Seminare  für erotische Geschichten. Dies nimmt wahrscheinlich sehr viel Zeit in Anspruch. Wie bekommt man das alles unter einen Hut, wenn man selbst noch Bücher schreibt?
Ich arbeite sehr viel. ;) Viele haben eine völlig falsche Vorstellung vom Beruf des Autors. Die meisten von uns stehen nicht erst um 12 Uhr auf, trinken in Ruhe Kaffee, warten auf den Musenkuss,  schreiben eine Seite und machen dann ein Nickerchen. Wenn man davon leben möchte, muss man diszipliniert sein, feste Schreibzeiten einplanen, auch mal an Wochenenden oder Feiertagen arbeiten und Freunden, die unter der Woche Frühstücken gehen wollen, weil „man ja eh zuhause sei“, absagen, denn der Job hat Vorrang.


Was ging in Dir vor, als Du Dein erstes gedrucktes Buch in den Händen hieltst?
Es war grandios! Man hält das Buch in den Händen, liest seinen Namen auf dem Cover und kann es trotzdem nicht glauben.


Wie lange hat es eigentlich gedauert bis Du einen Verlag gefunden hast, der Dir die Chance gab und Dein Manuskript gedruckt hat oder wurdest Du vielleicht von einem Verlag gefunden?
Ich habe ja nicht sofort für die Großen unter den Verlagen geschrieben, sondern mich hochgearbeitet. Anfänglich habe ich für Kleinverlage geschrieben und bin ihnen sehr dankbar, dass sie mir eine Chance gaben, Erfahrungen zu sammeln und mir erste Lorbeeren zu verdienen. Das motivierte, weiterzumachen. Als Coppenrath und Carl Ueberreuter, die ersten Großverlage, für die ich schrieb, meine Kinderbücher herausgaben, war das ein großartiger Moment. Ach Halt, es erschienen auch drei Fürstenromane im Bastei Lübbe Verlage, aber ich erinnere mich nicht mehr, ob das vor oder parallel dazu war. Schnell merkte ich jedoch, dass das Genre „Heftroman“ nichts für mich ist.


Hast Du ein gewisses Mitspracherecht, was das Cover des Buches betrifft? Für viele Leser spielt das Cover ja eine große Rolle.
Mal mehr, mal weniger. Bei Ubooks/U-Line habe ich den Luxus, großen Einfluss auf das Cover, das extra von Agnieszka Szuba für mich angefertigt wird, zu nehmen. Bei allen anderen Verlagen erhalte ich einen oder mehrere Covervorschläge. Natürlich kann ich Veto einlegen, wenn mir eins absolut nicht gefällt, aber als Autor muss man auch kompromissbereit sein. 


Gibt es einen bestimmten Rhythmus oder Zeitplan wie Du arbeitest oder schreibst Du einfach drauf los wenn Dich die Muse packt?
Wenn man beruflich schreibt, muss man sich selbst in den Hintern treten können und täglich schreiben. Die Lust kommt manchmal auch erst mit dem Schreiben. Ich persönlich arbeite vormittags und nachmittags. Abends eher selten, weil ich dann nachts nicht abschalten kann und schlecht schlafe. Eigentlich arbeite ich nur wochentags, aber manchmal muss oder möchte ich auch am Wochenende ran. Als Autor schreibt man ja nicht nur Manuskripte, sondern man beantwortet auch Interviews ;), treibt sich in sozialen Netzwerken herum (die Ablenkung Nr. 1), kümmert sich um Steuerkram und und und.


Findet die Geschichte eines neuen Buch Dich oder suchst Du selbst nach einer neuen Idee für ein Buch?
Das ist unterschiedlich. Beides kann passieren. Manchmal wird es Zeit, dass ich ein neues Exposé schreibe und dann gehe ich bewusst auf die Suche nach einem Thema. Manchmal höre oder sehe ich etwas, das mich spontan inspiriert.


Wenn Du ein Buch auf die Bestsellerliste setzen dürftest. Welches würdest Du wählen?
Da fällt mir spontan keins ein und ich möchte auch nicht so kühn sein, einen meiner Titel zu nennen.


Hast Du Dir für dieses Jahr schon  gewisse Ziele gesetzt? Arbeitest Du vielleicht schon an einem nächsten Buch?
Nach dem Manuskript ist vor dem Manuskript. Ich arbeite immer an etwas. In der Buchbranche denkt man in Jahren. Meine Verträge für 2013 stehen schon länger fest. Ich weiß daher ganz genau, was auf mich zukommt. Verraten werde ich allerdings nichts. ;)


Welches Buch liegt denn derzeit bei Dir auf dem Nachttisch?
“Aaron“, der zweite Blutengelband von Kim Landers.


Ich bedanke mich ganz lieb bei Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir Rede und Antwort zu stehen. Es hat mich gefreut, Dich als Gast auf meiner virtuellen Couch begrüßen zu dürfen.
Ich wünsche Dir für Deine Zukunft noch ganz viele Fantasien, die Du mit uns teilen möchtest.

ICH danke DIR! :)

Wer mehr über Sandra Henke wissen möchte klickt am besten, die unteren Links an. 

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Plaisir d`Amour Verlag  
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