Samstag, 9. März 2013

Rezension/Simone Ehrhardt - Die Angst im Spiegel

Originaltitel: Die Angst im Spiegel
Autor: Simone Ehrhardt
Verlag: bookshouse
Erschienen: März 2013
Genre: Mystery
ISBN: 9789963722204
Seitenzahl: 304 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch, Broschur





Ich bedanke mich bei bookshouse für dieses spannende Rezensionsexemplar



Inhalt:
Ein Blick in den Spiegel jagt Corinna Schauder über den Rücken. Wer ist der gebeutelte, alte Mann, der sie anstarrt?

Seit Jahren zerstören Panikattacken Corinnas Leben. Erschreckende Visionen und Albträume lassen ihr Dasein nach dieser Begegnung mehr und mehr zur Hölle geraten. Sie befürchtet, endgültig den Verstand zu verlieren, und ihr Mann hält sie für verrückt, als sie behauptet, der Greis existiere wahrhaftig. Doch sie ist ihm bereits begegnet: in ihren Furcht einflößenden Träumen!

Corinna sieht nur noch eine Chance. Sie muss den Spuren folgen, die ihre Visionen ihr weisen. Ein Wagnis, das ihr alles abverlangt und sie einem grausamen Geheimnis näher bringt.


Grundidee der Handlung:
Träume und Visionen überfallen Corinna wie aus heiterem Himmel, erschreckend beängstigende Bilder, die sie zunächst nicht zuordnen kann. Ihr Leben ist dank Panikattacken ohnehin an seinem Tiefpunkt angelangt und sie hält diese neue Heimsuchung für erste Anzeichen, dass sie ihren Verstand endgültig verlieren wird. Doch nach und nach ergeben die Bilder mehr Sinn und sie erkennt, dass es sich um die Erinnerungen eines Fremden handelt. Fragen plagen sie, auf die sie keine Antwort kennt, und der starke Wunsch, ihr quälendes Andenken loszuwerden, treibt sie zu verzweifelten Maßnahmen. Nur zusammen mit ihrem Mann kann sie sich auf die Suche nach dem alten Achim machen, um seinem und ihrem eigenen Geheimnis auf die Spur zu kommen. Aber auch das ist schwer, denn ihre Ehe ist schon lange am Ende und Torsten unterstützt Corinna nur widerstrebend. Als sie immer mehr über Achim finstere Vergangenheit erfährt, glaubt ihr niemand, nicht einmal ihr Mann. Corinna kämpft weiter und findet eine grausame Wahrheit.


Meine Meinung:
Die Ehe von Corinna und Torsten steht kurz vor dem Ende. Seit Corinna vor zwei  Jahren an plötzlichen Panikattacken und Angstzuständen überfallen wurde, ist nichts mehr in ihrem Leben, wie es einmal war. Aus einer selbstständigen und erfolgreichen Frau, ist nur noch eine graue Maus, die sich ängstlich im Haus verkriecht, zurückgeblieben.  
Eines Tages, bei einem Einkauf im Supermarkt, stößt sie mit einem älteren Herrn zusammen, der genau wie sie ziemlich mitgenommen und krank aussah.
Zunächst hat sie diese Begegnung völlig vergessen, bis er immer wieder in ihren Träumen auftauchte. Es sind verschiedene Szenen und auch im unterschiedlichen Alter des Mannes, doch eins weiß Corinna, dass dieser Mann eine Schuld mit sich herumträgt.

Zusammen mit ihrem Mann begibt sich Corinna auf eine Schnitzeljagd voller Indizien, um Achim zu finden und hinter das Geheimnis zukommen, was vor Jahrzehnten passiert war.  Doch wie grausam wird es wohl kommen, wenn sie die Wahrheit über Achim und seine Freunde erfährt.

Simone Ehrhardt hat auf sehr professionelle Art und Weise dargestellt, wie es Menschen ergeht, die unter Panikattacken leiden. Wenn diese das Gefühl haben zu ersticken und nicht mehr Herr über sich sind.
Sie hat ihrem Buch genau beschrieben wie es für Angehörige und Freunde ist, wenn man an einer solchen psychischen Störung leidet.
Eine Krankheit kann eine Ehe auf eine harte Probe stellen und genau das hat Simone Ehrhardt wunderbar geschildert.

Corinna ist ein sehr verängstigtes graues Mäuschen, das am liebsten gar nicht vor die Tür gehen möchte. Sie ist sehr launisch und gibt, wenn Torsten versucht seinen Standpunkt zu erklären, gerne ihm die Schuld, an der kaputten Ehe. Sie lässt ihren Frust an ihm aus und er zeigt ihr immer mehr die kalte Schulter. Corinna möchte keine Hilfe annehmen, obwohl Torsten darin die Möglichkeit sieht, ihre Ehe zu retten.

Die Suche nach Achim ist für Corinna ein schreckliches Trauma. Sie ist ihrem Schicksal ausgeliefert. Sie muß sich mit Menschen unterhalten, Orte aufsuchen, die sie mit Panik erfüllen und doch schafft sie es. Doch am Ende ihrer Suche war sie dort angekommen, wo sie nie hinwollte.


Aufmachung des Buches:
Das Cover ist von einem sehr verängstigten Gesicht einer Frau geschmückt. Das Buch besteht aus einem Prolog, 21 Kapitel und Informationen zur Panikstörung.


Fazit:
Simone Ehrhardt hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Mit jedem Kapitel und einen Schritt näher an Achim, wuchs meine Neugier und Anspannung. Sie hat sehr gut verdeutlicht, was es heißt, an Panikstörungen zu leiden.
Das Ende war für mich sehr überraschend und hochspannend.
Es hat mir viele schöne Stunden beschert.


Meine Bewertung: 5/5



1 Kommentar:

  1. Tolle Rezension! Das Buch hört sich wirklich spannend an, das landet wohl auf meinem Wunschzettel! ;-)

    LG,Jenny

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