Sonntag, 9. Juni 2013

Interview/Jörg Benne

Hallo ihr Lieben,

heute ist wieder ein Interview-Sonntag. Mein Gast, den ich heute begrüßen darf ist Jörg Benne.
Jörg ist ein sehr fantasyreicher Autor und ich freue mich sehr, dass er heute Zeit für mich hat.
 
Hallo lieber Jörg,
erst einmal herzlich Willkommen bei mir. Ich habe es zu einer Tradition gemacht, immer einen Kuchen für meinen Gast zu backen und ich hoffe, dass er dir schmecken wird. Heute ist es ein Rhabarber-Käsekuchen. Greif zu lieber Jörg und fühl dich wie zu Hause.
Hm, lecker.

Ich habe im Internet ein wenig recherchiert und vieles gefunden, womit ich gar nicht gerechnet habe, aber dazu später mehr.
Ich würde sagen, dass wir unsere Leser nicht mehr warten lassen sollten und ich dann gleich mal mit fragen anfange. 


In deiner Vita steht, dass du Software-Entwickler bist. War das denn immer dein Traumjob und oder war der Gedanke als Autor weiterzuarbeiten noch in deinem Kopf haften geblieben?
Ich war ein Computer-Kid (seinerzeit war das ja noch die Ausnahme), schon als ich 8 war, hatten wir den ersten Heimcomputer und das Programmieren reizte mich damals schon. Von daher war es für mich nur folgerichtig, das nach der Schule auch zu studieren. Schriftsteller war aber immer mein Traumberuf – aber davon leben können nun mal nur die wenigsten.


Warum wurde denn aus GameCaptain nun Captain-Fantastic? Bis vor einigen Wochen war GameCaptain im Grunde eine reine Plattform für Videospiele, oder lieg ich da falsch? Nun sind bei Captain-Fantasic auch Bücher und Filme dazu gekommen. Was hat dich denn dazu bewogen, den Fokus auch auf Bücher und Filme zu legen?
Das lag einerseits am nachlassenden Interesse der Leser, aber auch von mir. Über 13 Jahre hab ich dauernd Spiele getestet und da sind nun mal oft auch solche dabei, die einen persönlich nicht so ansprechen oder die einfach schlecht sind. Dennoch kann man die ja dann nicht nach 5 Minuten in die Ecke werfen, sondern muss einige Zeit investieren, ehe man fundiert darüber schreiben kann. Dazu hatte ich nun einfach keine Lust mehr, zumal die Zahl der Spiele, die ich langweilig oder ideenlos fand, immer größer wurde.
Filme sind sowieso mittlerweile eher mein Ding und wenn man da mal einen schlechten zum Rezensieren hat, hat man es ja doch nach 2 Stunden in der Regel hinter sich ;)
Mal sehen wie Captain-Fantastic.de nun ankommt.


Dein Hauptgenre war immer Fantasy oder lieg ich da falsch? Ich habe hier bei mir im Regal ein Buch von dir stehen aus dem Koios Verlag „Das Schicksal der Paladine 1 – Verschollen“. Ich hatte bisher noch keine Zeit es zu lesen, aber nach dem Klappentext zu urteilen, ist es ein sehr fantasyreicher Roman. Auf Tristan bin ich sehr gespannt und auch der Inhalt selbst, lässt auf viel Spannung und Abenteuer hoffen.
Woher nimmst du diese Inspiration? Ich bin immer wieder fasziniert von der Fantasie vieler Autoren.
Was hat dich denn bewogen diesen Roman zu schreiben?
Ja, ich habe immer phantastisches geschrieben. Es macht mir einfach Freude mir Dinge auszudenken, die es so gar nicht gibt – auch wenn es natürlich eine Herausforderung ist, diese dann auch so zu beschreiben, dass der Leser in etwa das gleiche Bild vor Augen hat wie ich.
Verschollen ist der erste von vielen Fantasy-Romanen, die ich in meiner Welt Nuareth ansiedeln will. Ich möchte mir nicht immer wieder eine neue Welt ausdenken, sondern sie mit jedem Roman wachsen lassen. In Verschollen und den beiden Folgebänden geht es um einen Jungen aus unserer Welt, der in diese Fantasy-Welt verschlagen wird und sich zurechtfinden muss. Ich fand, das sei die beste Möglichkeit, den Leser mit dieser fremden Umgebung vertraut zu machen.
Wer übirgens mal in Nuareth reinschnuppern will: Es gibt seit einigen Wochen eine kostenlose Novelle als PDF (oder auch als eBook bei Amazon & Co) unter http://www.joergbenne.de/download/Paladine_DieBedrohung_GRATIS.pdf



Das Online Spiel „Legenden von Nuareth“ ist aus deiner Feder. Hast du das Spiel auch entwickelt und wie kam es denn dazu?
Die Verlagssuche für Verschollen gestaltete sich langwierig und ich hatte mir als Plan B zurechtgelegt, das Buch zur Not selber zu veröffentlichen und das Onlinespiel als Werbeplattform zu nutzen.
Als dann der Koios Verlag ansprang, war das Spiel schon fast fertig, daher habe ich es nun doch fertiggestellt, wenn auch mit anderen Schwerpunkten als ursprünglich geplant.


„Der Wisperwald“ ist auch ein toller Fantasy-Roman. Erzähl uns doch ein bisschen aus dem Roman, um was es geht und wie man auf solch eine wunderschöne Geschichte kommt.
Der Wisperwald ist in erster Linie für meine Kinder entstanden. Wir haben selbst zwei Kaninchen, denen ich mit dem Wisperwald eine Art Denkmal für meine Kinder gesetzt habe, denn sie spielen darin eine wichtige Rolle. Nebenbei habe ich noch meine ökologische Ader einfließen lassen.


Was liegt dir persönlich denn mehr, Fantasy-Romane für Kinder oder eher für Erwachsene?
Das ist schwer zu sagen. Ich schreibe auch gern mal Humorvolles, dann lieber im Kinderbereich. Andererseits thematisiere ich auch gern ernstere Dinge, das ist dann eher was für Erwachsene. Was ich besser kann, sollen andere beurteilen.


Steht bei dir erst die Geschichte eines Romans oder spuken dir die Charaktere im Kopf herum?
Bei mir gibt es meist eine Szene, aus der sich der Roman entwickelt. Einen fertigen Plot habe ich nicht, allenfalls einen groben Plan, von daher gestalten die Charaktere da auch viel mit. Aber am Anfang steht meist eine Szene als Keimzelle.


Gibt es ein Buch, das du gerne selbst geschrieben hättest?
Natürlich bewundere ich viele Autoren für ihre Werke, aber es ist schon gut so, dass DIE sie geschrieben haben.


Was liegt dir mehr Anthologien oder Romane?
An Anthologie-Ausschreibungen nehme ich nur noch selten teil. Nur wenn mich das Thema spontan anspringt und ich sofort eine Idee im Kopf habe, erwäge ich das, aber das letzte Mal ist schon fast ein Jahr her.
Von daher sind Romane ganz klar eher mein Ding.


An welchem Projekt arbeitest du denn derzeit? Roman oder Spiel?
Das Spiel wird nur noch in einigen Bereichen verbessert, bleibt aber sonst so, wie es ist. Ansonsten habe ich gerade den 2. Teil der Paladine endgültig abgenickt, der erscheint im Oktober. Bei Teil 3 geht es in die finale Überarbeitung und dann habe ich noch 2 neue Fantasy-Romane in Arbeit.



So, lieber Jörg, das war es. Ich hoffe, dass es dir hier bei mir gefallen hat. Es hat mich sehr gefreut, dich heute hier begrüßen zu dürfen.
Vielen Dank, dass du hier warst.
Vielen Dank für das nette Interview.

Wer jetzt neugierig geworden ist und noch vieles mehr über Jörg Benne erfahren möchte kann dies mit den angegebenen Links gerne tun:


So ihr Lieben. Das war es für heute. Ich hoffe, dass das Interview euch genauso Freude bereitet hat wie mir.
Wir lesen uns in 14 Tagen wieder mit einem neuen Interviewpartner.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag

Eure Beate





1 Kommentar:

  1. Hi Beate,
    Das Interview ist sehr interessant, ich kannte Jörg Benne bis eben noch nicht :) Habe mal in die Pdf reingelesen, das Buch toll! Vielen Dank für den Tip :)

    LG Manu2106

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