Freitag, 20. Dezember 2013

[Rezension]Anne Freytag - 434 Tage

Titel: 434 Tage
Autorin: Anne Freytag
Verlag: freytag Literatur
Erschienen: September 2013
Genre: Gegenwartesliteratur, Tragik, Liebe
Seitenzahl: 224 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch

ASIN: B00B2SG7QA

ISBN: 978-1492217084
Preis: 9,90 Euro
eBook: 4,99 Euro

(Quelle: Anne Freytag)


Leseprobe:


Vielen lieben Dank für das wunderschöne Rezensionsexemplar.


Klappentext:

Das ist die Geschichte von Anja. Und die von Tobias. Aber eigentlich noch mehr von Julian …
Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie nach Jahren Julian wieder trifft. Was sie in diesem Augenblick noch nicht ahnt, ist, dass diese Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat …

Meine Meinung:

Was wäre wenn ...? Wer hat sich diese Frage nicht schon selbst gestellt. Was wäre, wenn Julian nie nach New York gegangen wäre, sondern bei Anja in München? Sie waren glücklich, hatten eine kleine Wohnung und dachten an die Zukunft. Wäre da nicht der Job in New York gewesen, den Julian angetreten und Anja zurückgelassen hat, ohne zufragen, was sie gerne möchte? Dann hätten sie beide wahrscheinlich geheiratet und Kinder bekommen. Doch es kam anders. Julian war weg und Anja hat sich kurz danach von ihm getrennt, einen netten Mann kennengelernt und ihn geheiratet. Anja hat ein behütetes Leben, ein Mann der ihre Wünsche erfüllt, aber den sie nie wirklich so liebt, wie sie Julian je geliebt hat. 
Dann passiert es. Durch einen Zufall treffen Anja und Julian wieder aufeinander. Gefühle kommen hoch, die Anja all die Jahre verdrängt hat. Es beginnt eine heiße Affaire, in der Anja oft Schuldgefühle gegenüber ihrem Mann hat, aber nicht verleugnen kann, dass sie die Nähe von Julian brauch. 

Anne Freytag hat einen sehr berührenden und nachdenklichen Roman geschrieben. Sie hat die Geschichte von Anja und Julian aus Sicht von Anja geschrieben und man konnte wunderbar in die Gefühlswelt von ihr eintauchen. 

Der Leser erfährt was in der Gegenwart geschieht,wird aber immer dazwischen mit der Vergangenheit der beiden vertraut gemacht. So kann man sehr gut nachvollziehen, wie und warum das Leben der beiden auf diese Art verlief. 
Fängt man einmal an zu lesen, kann man das Buch schlecht wieder weglegen, da es den Leser fesselt. 
Julian hat während den ganzen Jahren immer wieder Briefe an Anja geschrieben, aber nie abgeschickt. 
Erst als Anja Gewissenbisse bekommt, gibt er ihr diese und so erfährt sie, dass Julian nie aufgehört hat sie zu lieben. 
Und dann ist sie wieder da die Frage. Was wäre wenn Anja ihren Mund aufgemacht hätte und vielleicht mit nach New York gegangen wäre. Dann hätte ihre Liebe zueinander gesiegt und beide wären glücklich gewesen. Ist es nicht das was jeder möchte? Glücklich im Leben sein? Zufrieden mit dem was man erreicht hat? Mit einem Partner zusammen sein, den man wirklich liebt und nie diese Liebe in Frage stellt?

Genau diese Fragen hat Anne Freytag aufgeworfen. So spielt das Leben, könnte man sagen, aber muss das so sein? Jeder ist seines Glückes Schmied oder etwa nicht?


Fazit

Anne Freytag hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und wieder in meine Gegenwart zurückgeholt. Das Ende des Buches ist tragisch. Vielleicht sollte auch das so sein. Dadurch fängt man ja zu grübeln an, ob das eigene Leben wirklich so schön ist oder ob man etwas verpasst hat. 

Liebe Anne, ich danke Dir für die kostbarsten Stunden, die Du mir beschert hast. Schreibe weiterhin solche Bücher, die aus dem Leben gegriffen sind, denn das ist das was viele Leser und auch ich oftmals brauchen. 


Meine Bewertung: 5/5




1 Kommentar:

  1. Von dieser Autorin habe ich schon so viel gehört, und nach deiner Rezension muss ich das glaube ich auch dringend mal lesen :)

    ich hab dich getagt, wenn du lust hast schau doch mal vorbei :)

    LG
    summi
    von schlunzenbuecher.blogspot.de

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