[Rezension] Martin Bühler - Schattenlicht - Gesamtausgabe

Titel: Schattenlicht - Gesamtausgabe
Autor: Martin Bühler
Verlag: Selfpublisher
Erschienen: August 2015
Genre: Biographie
Seitenzahl: 656 Seiten
Ausgabe: Taschenbuch

ISBN: 978-1516849185
Preis: 5,99 Euro [E-Book]
         21,30 Euro [Print]
          kindleunlimited




Klappentext: 
Am Anfang steht ein Dachbodenfund: Als der Schriftsteller Martin Bühler sein Elternhaus entrümpelt, entdeckt er in einer Holzkiste ein Manuskript: Der Autor hält die Lebensgeschichte seines verstorbenen Vaters Matthias Bühler in den Händen, dessen biografische Aufzeichnungen von den 1920er Jahren bis in die Nachkriegszeit reichen. Der Wissenschaftler und Unternehmer Matthias Bühler beeindruckt durch seine unermüdliche Zielstrebigkeit, die es ihm ermöglicht, aus bescheidenen bäuerlichen Verhältnissen heraus nicht nur drei Beruf zu erlernen, sondern mitten im Krieg das Abitur zu bestehen und danach ein Chemistudium zu absolvieren. Seine unerschrockene Art, vor niemandem Angst zu haben, auf Menschen zuzugehen und Rückschläge wegzustecken, kommt ihm dabei zu Gute.

Seine Aufzeichnungen als Zeitzeuge dreier historischer Epochen in Deutschland liegen jetzt als über 600-seitige Gesamtausgabe aller drei Teile der Trilogie "Schattenlicht" vor.
Im ersten Teil erleben wir die Kindheit und Jugend des Bauernjungen in einem kleinen Dorf der schwäbisch-bayerischen Hochebene. Auf Bauernhöfen wie dem der Familie Bühler sind Kinder fest als Arbeitskräfte eingeplant. Kein Wunder, dass der junge Bühler die Schule als Erholung schätzt und ihm auch die Aufgaben als Ministrant eine willkommene Abwechslung sind. So beherrscht er das bäuerliche Handwerk bereits, als er im Jahr der Machtergreifung Hitlers eine Lehre als Gärtner beginnt. Als Lehrling erlebt er, wie die braune Ideologie nach dem gesellschaftlichen Leben auch die Arbeitswelt durchdringt. Dennoch gelingt es ihm, nach erfolgreichem Abschluss der Gärnerlehre noch eine kaufmännische Ausbildung zu durchlaufen.
Im zweiten Teil empfindet Bühler seine Verpflichtung zum Arbeitsdienst durchaus positiv, er schätzt die üppigen Mahlzeiten und das gute Arbeitsklima. Dem Arbeitsdienst an schließt sich die Einberufung zur Wehrmacht. Er wird zum Luftnachrichtentechniker ausgebildet und kommt an verschiedenen Orten in Deutschland zum Kriegseinsatz, wobei er nach hartem, entbehrungsreichen Lernen trotz Kriegsdienst die externe Abiturprüfung besteht. Sein Traum, zum Flugzeugführer ausgebildet zu werden, wird zunächst wahr. Doch dann entdecken Vorgesetzte in seinem Tagebuch Bühlers nazi- und kriegskritische Haltung; er wird zu SS-Einheiten an die Front strafversetzt. Nun lernt er die Hölle des Krieges kennen. Er überlebt schwere Verwundungen und eine Anklage vor dem Kriegsgericht, weil er den Befehl, zwei Gefangene zu erschießen, verweigert hat. Zum Ende des Krieges entkommt er knapp den russischen Truppen und flieht in seine bereits von der US-Armee besetzte Heimat.
Der dritte Teil beginnt mit den ersten Friedensjahren. Der Hunger treibt die Stadtbewohner als Bittsteller zu den Bauern aufs Land. Und die Flüchtlinge aus dem Osten müssen auch untergebracht und versorgt werden. Trotz Entnazifizierungprogrammen der Besatzungsmacht gelingt es vielen Altnazis, an den Schaltstellen der Gesellschaft zu bleiben, wohin sie die Nazi-Diktatur gespült hat. Für Bühler bedeutet diese Zeit lange einen Spagat zwischen der Landwirtschaft seiner Familie und dem schließlich erfolgreich abgeschlossenen Chemiestudium in München. Dann gelingt ihm der Schritt in die Selbständigkeit, bald holen zwanzig Vertreter Aufträge für seine Handelsfirma herein. Im Privatleben winkt ihm erst im zweiten Anlauf das Glück, nachdem er mit der Frau seines Lebens einige Jahre als Wissenschaftler in Hamburg gearbeitet hat.

Der Autor:


Martin Bühler wurde am 01.11.1973 in der kleinen schwäbischen Stadt Krumbach geboren.
Nach seiner Schulzeit studierte er Aquakultur und arbeitete mehrere Jahre in Italien und Spanien. Seit dem Jahr 2001 lebt er an der westlichen Küste Nordfrieslands,zwischen der Hafenstadt Husum und der Insel Sylt.
Im Jahr 2011 fing er erstmals an, offen über das Thema Samenspende und Kinderwunscherfüllung zu sprechen und zu schreiben. 2012 schrieb Martin Bühler sein erstes Werk”Der Samenspender Martin1973″, anfangs als Selbstverleger, später über den Miller Verlag. Danach folgten Ratgeber zur Kinderwunschthematik wie “Schwanger ohne Sex” und “Familienglück durch private Samenspende”.

Zum Thema Kinderwunsch durch Samenspende entstanden zahlreiche Beiträge, u. a. bei Stern TV (RTL), Mona Lisa (ZDF) und Planetopia (SAT1). Danach erfolgten Berichterstattungen des Axel Springer Verlages, u. a. in Bild der Frau und Bild.de.

Seine Begeisterung, bestehende Tabus in unserer Gesellschaft anzusprechen und öffentlich zu diskutieren, wuchs von Tag zu Tag. Mit seiner provozierenden Art öffentliche Diskussionen anzuregen, gefällt ihm und wurde zur Passion. Die Themen sind mittlerweile umfangreich und vielschichtig.

Sein Motto ist: 
Das Leben schreibt die interessantesten Geschichten.

Meine Meinung: 
Zuerst muss ich anmerken, dass das meine zweite Biografie ist, die ich gelesen habe. Ich war sehr ergriffen vom Leben des Matthias Bühler.  Bevor er gezwungen wurde in den zweiten Weltkrieg zu ziehen, hat er in einem kleinen Dorf im schwäbischen Land gelebt. Seine Zeit als Soldat hat er in vielen seiner Tagebücher festgehalten und so konnte ich sehr gut mitfühlen und auch nachvollziehen wieviel Leid man erfahren muss. Es war kein einfaches Leben, doch hat er es geschafft, dass ich mich mittendrin im Geschehen gefühlt habe.
Es war schön zu lesen, wie sich das Leben von Matthias Bühler auch später gestaltete. Ein Krieg mit zu erleben und auch die Ablehnung seiner Mutter hat mich sehr nachdenklich gemacht. Es ist schwer ein Leben zu leben, wenn man so viel Leid erleben musste und doch hat er es geschafft.
Wundervolle Charaktere, ganz wunderbare Tagebücher. Ich bin restlos begeistert und danke Martin Bühler dafür, dass ich "Schattenlicht" lesen durfte.

Mein Fazit: 
Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, was mein Fazit aus diesem Buch ist. Ich habe mitgelitten und mich mit Matthias Bühler gefreut. Dieses Buch hat mir so super gefallen, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Ich kann diese Biographie nur weiter empfehlen. Es hat mich sehr berührt.

Meine Bewertung: 5/5 





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