[Blogtour] Blogtour "Frau Kassel will Wunder" von Ulrika Schwieren-Höger - Mein Thema: Diagnose Krebs, was bedeutet das für die Familie und Freunde


Hallo ihr Lieben,
willkommen bei der spannenden Blogtour "Frau Kassel will Wunder" von Ulrike Schwieren-Höger. In den letzten Tagen habt ihr schon einiges über das Buch erfahren und ich werde euch heute etwas darüber berichten, was es für die Familie und Freunde bedeutet mit der Diagnose "Krebs" umzugehen.

Was passiert, wenn in einer Familie eine Krebserkrankung auftritt, und was braucht die Familie, um diese Herausforderung zu bewältigen? Wie können Menschen sich gemeinsam der Auseinandersetzung mit so einer schweren Erkrankung stellen und sich gegenseitig, soweit möglich, helfen?  

Diagnose Krebs: Bedeutung für die ganze Familie

Belastungen, die der Betroffene durch die Diagnose und die Behandlung erlebt, wirken sich auf die Angehörigen aus. Oft wird durch die Diagnose einer „bösartigen“ Erkrankung die gesamte Lebensplanung der Familie aus der Bahn geworfen. Während die normale Alltagswirklichkeit zerbricht, muss sich der Betroffene mit einer neuen Welt auseinandersetzen. Ärzte und das Medizinsystem gewinnen eine große Bedeutung. Die Angehörigen sind oft außen vor, obwohl sie in ihrem Alltag und ihrer Beziehung zutiefst betroffen sind. Deshalb geben sie sich meist große Mühe, einen Beitrag zu leisten und den Heilungsprozess zu fördern. So erhält der Betroffene neben der Unterstützung durch Ärzte und andere Berufshelfer von seinem familiären Unterstützungssystem eine ganze Reihe gut gemeinter Vorschläge und Empfehlungen, mitunter auch Befehle, die ihm vorgeben, was ihm helfen kann, um wieder gesund zu werden.
Nicht alles, was gut gemeint ist, passt jedoch zu dem, für den es gedacht ist. Manchmal hilft in solchen Fällen ein Familiengespräch. Familienbesprechungen können allerdings sehr aufwändig sein und sich bei großen Familien zu einer „Familienkonferenz“ auswachsen.

Nicht nur der Patient - auch die Familie braucht Hilfe

Idealerweise erhält nicht nur der Patient psychosoziale Unterstützung. Auch stark belastete Angehörige benötigen gelegentlich professionelle Hilfe. So gelingt es oft, mit wenig Aufwand das familiäre Unterstützungssystem zu stabilisieren. Meist spürt der Betroffene die Grenzen der Belastbarkeit seiner Angehörigen, respektiert sie und nutzt sein weiteres Netz, um sich und seine Familie zu entlasten.
Einige Patienten sehen in der Krankheit eine Chance, sich nicht nur mit der Krebserkrankung auseinanderzusetzen, sondern das Beziehungsgefüge der Familie, in der sie leben, gründlich zu überprüfen und neu zu sortieren. Es kommt auch vor, dass in den Familienbeziehungen nach einer Ursache für die Erkrankung gesucht wird.
Dann heißt es, in Bezug auf die Familie neue Perspektiven zu entwickeln. Beispielsweise mag eine Patientin, die sich in ihrem bisherigen Leben vor allem für ihre Familie eingesetzt hat, denken: „Ich bin doch nicht nur für meine Familie da. Ich kann auch einfach mal nur für mich da sein und mein Leben genießen. Ich lerne, es auszuhalten, dass meine Umgebung den Zustand vorher bequemer fand, als ich still und klaglos funktionierte.“

Die Krebserkrankung kann die gesamte Familienstruktur verändern

Innere Verwandlungs- und Änderungsprozesse eines an Krebs Erkrankten können zu einer neuen Situation in der Familie führen und ihre Struktur verändern. Aus dem „Spinnennetz“, wo im Zentrum einer sitzt, der für alles Verantwortung hat, entsteht ein mehr oder weniger festes oder loses Netzwerk von Beziehungen, wo jeder für sich selbst Verantwortung trägt und Verantwortung für die anderen übernimmt. Zu dieser Verantwortung gehört auch die Fähigkeit - und die kann man durchaus erlernen - Konflikte auszutragen. Es ist einen Versuch wert, es auszuprobieren und zu erleben, was dann passiert. Wenn der Betroffene gelernt hat, seine Interessen zu äußern, sie klar und deutlich zu vertreten und zu ihnen zu stehen, geht das Beziehungsnetz nicht kaputt. Im Gegenteil, es wird vielleicht sogar fester. Es lohnt sich, immer aufs Neue mit Sorgfalt auf das Geflecht der Beziehungen zu achten.

Und nun zum Gewinnspiel


1 von 5 Printbücher 

Um eines dieser Bücher gewinnen zu können müsst ihr einen Kommentar hinterlassen. Wenn ich auch bei den anderen reinschaut, könnt ihr jeweils noch ein Los ergattern.

Meine Frage lautet: 
Wie würdet ihr damit umgehen, wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt?


Und nun wünsche ich euch viel Glück beim Gewinnspiel und weiterhin viel Spaß bei der Blogtour.

Eure Beate

Teilnahmebedingung:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstan…den, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 9.1.2015 um 23:59 Uhr.


Kommentare

  1. Guten Morgen,
    Du sprichst mir mit deinem Beitrag aus der Seele, denn wir haben derzeit einen Krebsfall in der Familie. Zuerst einmal muss die Diagnose "ankommen", denn Krebs war immer Gott sei Dank immer etwas, was bloß die anderen hatten. Von einem Tag auf den anderen wird das Leben auf den Kopf gestellt. Nach nun fast zwei Jahren ist der Krebs zum Tagesablauf geworden. Unterstützung des Kranken ist sehr wichtig, aber auf keinen Fall die Glasglocke über diesen setzen. Wir haben gelernt wieder sehr intensiv zu leben im hier und jetzt und wenn es mit Krankheitsbild und Gefühlen abwärts geht sich auch professionelle Hilfe holen, das fängt beim Psychoonkologen an und hört beim Pflegedienst auf. Und so blöd das vielleicht klingt, niemals den Humor verlieren, denn lachen ist absolut gesund für alle Betroffenen.
    LG Bettina
    bettinahertz66@googlemail.com

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  2. Hey,

    ganz ehrlich: ich weiß es nicht, wie ich damit umgehen würde. Ich würde aus meiner jetzigen Sicht nach dem ersten Schock wahrscheinlich versuchen, so gut weiterzuleben wie möglich, aber das ist ja bloß Theorie...

    Liebe Grüße, Samuel
    info@win-com.de

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  3. Wie würdet ihr damit umgehen, wenn ein Familienmitglied an Krebs erkrankt?
    Mein Mann hatte eine langwierige Erkältung. Bekam auch ein großes Blutbild gemacht. Dann musste er im Dezember wegen außergewöhnlichen Blutwerten in der Klinik. Es wurden weitere Untersuchungen gemacht, da der Verdacht auf Krebs bestand. Konkretes ergaben die Befunde leider nichts, nur die Blutwerte stimmen noch immer nicht.
    Im Februar steht ein Termin beim Hämatologen /Onkologen an.
    Bis jetzt leben wir mit der Ungewissheit der vollständigen Diagnose, nur Verdachtsmomente. Das zermürbt uns ganz schön. Vor allem in der Familie und Verwandtschaft kann man auch nichts sagen, bevor man nicht selbst die Diagnose kennt.
    Mein Mann verdrängt es. Momentan regle ich alles was mit seiner möglichen Erkrankung zusammen hängt.
    Ich glaube aber, dass es irgendwann besser ist, darüber zu sprechen.
    LG Rose

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  4. Hallo ,

    Wenn ein Familienmitglied aus meine Familie an Krebs erkrankt würde
    ich für ihn da und helfen und zum Arzt begleiten auch würde mich
    informieren und professionelle Hilfe holen.

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  5. Die Blogtour ist beendet. Ich danke euch herzlich für euer Interesse an "Frau Kassel". Es hat mir Freude gemacht, euch auf diesem Wege ein wenig kennen zu lernen.

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