[Blogtour] Blogtour "Rynestic 2: Veilchenherbst" von Margarethe Alb ~ mein Thema: detaillierte Recherche/Sagenhintergründe


Hallo ihr Lieben
und willkommen zur fantastischen Blogtour "Rynestic 2: Veilchenherbst" von Margarethe Alb. In den letzten Tagen habt ihr schon sehr viele aufregende Sachen zum Buch erfahren und hoffe, dass ihr neugierig auf diesen schönen Fantasy-Roman geworden seid.
Ich berichte euch heute bzw. Margarethe/Osanna erzählt euch, wie ihre Recherche zum Buch aussah.

Hallo Osanna, 
ich freue mich sehr, dass du uns heute etwas über dein Buch „Veilchenherbst“ erzählen wirst. 
Veilchenherbst ist ein schöner Fantasy-Roman und hat ganz bezaubernde Protagonisten.

Dann fang ich doch mal mit Grete direkt an. 
Sie ist eine Halbelfe. Wie kamst du denn darauf und wie hast du dich an den Mythos „Elfe“ herangemacht?
Gute Frage. Im Grunde genommen war es eine Entwicklung. Der Kräuterfrau oder auch der Hebamme wurden ja schon immer magische Fähigkeiten, zumindest im Umgang mit Kräutern, nachgesagt. Da war es nur ein winziges Schrittchen zur Waldelfe. Vor allem, da die Kräutersammlerinnen oft in den Wäldern zu Hause waren. Da diese aber normalerweise aus ganz normalen Familien stammten, ist Margarethe, deren Vater ja ein normaler Nagelschmied ist, eben ein Halbwesen.

Kräuter sind ein großer Bestandteil des Buches. Glaubst du an die Heilkraft durch die Kräuterheilkunde?
Klar, ich bin selber eines dieser Wesen, die Kräuterbündel von der Küchendecke hängen haben. Viele der grünen Helferlein sind einfach so unendlich vielseitig einsetzbar und ersetzen jede Menge Chemie. Allein ein Strauch Salbei ersetzt Fieber,-, Halsschmerz- und Mückenmittel, hält ebendiese Plagegeister aus dem Schlafzimmer fern und schmeckt und duftet auch noch gut. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen, also halte ich hier ab sofort die Klappe.

Deine Fabelwesen, Wölfe die Menschengestalt annehmen, Halbelfen, sind tolle Fantasywesen. Wie bist du denn auf diese Idee gekommen und warum sollte eine Halbelfe sich in einem Mann verlieben, der ein Wolf ist?
Geschichten um Wölfe finden sich, glaub ich, in jeder Region der nördlichen Welt, und ebenso welche um Mannwölfe. Da diese meistens stattliche Kerle sind, warum sollte sich auch eine Halbelfe eben nicht in einen verlieben? Wer sagt denn, dass es Liebe auf den ersten Ritt nicht gibt? Okay, vielleicht nicht beim Ritt mit blankem Hinterteil….
Außerdem braucht es gar nicht so viel Phantasie, um solche Wesen zu erschaffen. Ein Blick in die alten Sagenbücher und Chroniken genügt. So reisen hier in der Gegend zum Beispiel die Hexen in gläsernen Kutschen zum Tanz und Zwerge graben im Berg, Venezianer holen Schätze aus verborgenen Höhlen…..

Wie lange hat es denn gedauert bis das Buch vollendet war und wieviel  Zeit hast du mit der Recherche verbracht?
Ich glaube, in diesem Fall muss man die ganze Trilogie betrachten. An dieser habe ich weit über ein Jahr gesessen. Die  Recherche war einfach, da ich eben schon ewig die vielen kleinen Sagen und Geschichten sammle und die meisten im Kopf habe. Dabei hilft auch, dass ich mich sowieso viel mit alten Chroniken beschäftige.

Ich habe mal nach Sagenhintergründen gegoogelt und bin nicht wirklich fündig geworden.  Wie hast du das denn recherchieren können?
Einen Teil der Hintergründe kann man eigentlich einfach finden, da viele Sagen  Ludwig Bechstein aufgeschrieben hat. Aber teilweise sind diese eben sehr an die Region gebunden, so dass es auch wenige und dann sehr kleine Auflagen entsprechender Bücher gibt. Ortschroniken sind immer voll von tollen Geschichten und dann schaut frau eben auch mal den alten Mundartlern aufs Maul….
Ein kleines Beispiel….

Der Schäfer und der feurige Mann an der Wallenburg
Bei dem Schäfer auf dem Wallenburger Hofe diente einst ein Knecht. Dieser war ein „Güldensonntagskind“. Derselbe nun eines Nachts mit den Schafen draußen im Felde nicht weit von der Wallenburg. Da hörte er, es war gegen Mitte der Nacht, in seiner Hütte einen barbarischen Krach. Der Knecht sprach auf und sah zu seinem Schrecken, dass die Herde die Hürden durchbrochen hatte und nach Hohleborn zu auf die Eller zustürzte. Im nämlichen Augenblick kroch ihm auch der Hund zwischen die Beine und jammerte gar erbärmlich. Als der Knecht sich umwandte, stiegen ihm die Haare zu Berge, denn der feurige Mann schwebte dicht an ihm vorüber quer durch den Pferch. Am anderen Morgen erzählte der knecht dem Schäfer von seinem Erlebnis. Der schüttelte ungläubig mit dem Kopf und versprach, die nächste Nacht auch in der Hütte zu verbringen. So geschah es. Gegen Mitternacht wiederholten sich die Ereignisse der Vornacht. Die Schafe durchbrachen den Pferch, rannten auf die Eller zu und der Hund jammerte. Allein der Knecht konnte den feurigen Mann sehen, der Schäfer hörte und sah nur die Schafe und den Hund. Den Tumult, den der feurige Mann auslöste, konnte der Schäfer also wahrnehmen, sehen konnte er den feurigen Mann nicht. (Vom Inselsberg zur Stopfelskuppe bis zum Herrmannsberg)
Na, wer weiß, wer der Missetäter war?

So ihr Lieben, das war´s. Ich hoffe, dass ihr Spaß hattet, neugierig geworden seid und unbedingt Grete kennen lernen wollt. 
Morgen wird euch Bella darüber berichten, wie "Veilchenherbst" entstanden ist und es nochmal genauer vorstellen. 

Bis bald

Eure Beate 

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