Sonntag, 30. Oktober 2016

[Blick ins Buch] Emma S. Rose - Virus: Die neue Welt (Episode 2)

Hey ihr Lieben,

ich habe wieder eine Dystopie für euch. Heute habe ich den zweiten Teil der Virus: Die neue Welt Reihe von Tessa Tormento. Wie ihr bestimmt wisst, ist sie das Pseudonym von Emma S. Rose.

Erstmal ein paar Eckdaten für euch:

ASIN: B01KYAP7GM
Preis: 0,99 Euro
          kindleunlimited

Klappentext:
Nur knapp konnte Esther Luke und seinen Anhängern entfliehen. Einzig die Hilfe von Nick, dem Mann, der eigentlich selbst zu der düsteren Bande gehört, rettete sie vor weiteren Demütigungen. Zutiefst verängstigt, all ihrer persönlichen Gegenstände beraubt und mit jemandem an der Seite, dem sie nicht vertraut, verlässt sie die Stadt. Schon bald wird ihr bewusst, dass sie nicht mehr in der Gegend bleiben kann und ihren Unterschlupf aufgeben muss. Dass sie dabei zwangsläufig auf die Hilfe eines Fremden angewiesen ist, macht es umso schlimmer. Gemeinsam mit Nick will sie im Schutz ihres Hauses auf die Dämmerung warten und dann aufbrechen – doch dann klopft es an ihrer Tür ...


Und nun gibt es einen schönen Blick ins Buch für euch:
»Dann erzähl sie. Ich meine - wir haben doch Zeit, oder?« Ihre Worte hallen durch meinen Kopf. Ich schaue Esther an, sehe ihre riesengroßen Augen, die mich mit einer Mischung aus Abwehr und Neugierde anstarren. Ja, sie versucht tatsächlich, mir entgegenzukommen. Kluges Mädchen. Sie tut, als hätte sie Interesse an mir, vielleicht hat sie es ja auch tatsächlich, damit wir ins Gespräch kommen. Ich zögere für einen Moment, doch dann beschließe ich, mich ihrem Drängen zu beugen. Ich werde ihr von mir erzählen - so weit, wie ich es vertreten kann. Sie misstraut mir, vielleicht kann ich so etwas daran ändern. Seufzend werfe ich einen letzten Blick hinüber zum Fenster, das mir jedoch keine lauernde Armee geifernder Männer präsentiert, und beschließe, mich ausnahmsweise auf ein bisschen Glück zu verlassen. Sie werden so schnell schon nicht kommen, oder? Ich beginne zu reden. »Ich weiß nicht, wie du mit dem Virus konfrontiert wurdest. Irgendwann kannst du es mir ja ebenfalls erzählen, wenn du möchtest.« Ich unterbreche mich kurz, um mir gedanklich vors Schienbein zu treten. Irgendwann kannst du es mir ja ebenfalls erzählen? Was will ich damit sagen? Da Esther nicht darauf eingeht, beschließe ich, einfach weiterzureden. »Bei mir war es ziemlich ... unspektakulär. Das klingt jetzt vermutlich komisch. Es ist nur so ... viele Menschen, die ich getroffen habe, haben Angehörige verloren, geliebte Menschen. Sie wurden direkt mit dem Virus und seinem Ausmaß konfrontiert. Ich jedoch ... war zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt sesshaft. Ich ...« Meine Stimme stockt, ich halte inne. Wieso fühlen sich meine Stimmbänder plötzlich so belegt an, warum mein Hals so eng? Diese Story habe ich schon oft genug erzählt - oder? Erstaunt stelle ich fest, dass genau dies nicht der Fall ist. Ich habe darüber nachgedacht, ja. Aber niemals habe ich bisher die Bereitschaft gezeigt, so viel preiszugeben. Diese Tatsache überrascht mich. Warum gerade jetzt? »Ja?« Esther schaut mich fragend an, bedeutet mir mit wedelnder Hand, dass ich weiterreden soll. Ich erwidere ihren Blick für einen Moment wortlos, ehe ich ihrer Aufforderung nachkomme. »Weißt du, ich bin nie der gesellige Typ gewesen. Mich hat es in die Welt getrieben - aber größtenteils alleine. Zu meiner Familie hatte ich keinen großen Kontakt, als ich sie erstmal verlassen hatte. Nicht dass es viele gab, bei denen ich mich hätte melden können, um ehrlich zu sein. Ich bin bei meinem Vater aufgewachsen, ein ziemliches Schlitzohr. Er starb bei einer Schlägerei, als ich gerade meinen Abschluss in der Tasche hatte. Meine Mutter kenne ich nicht, Geschwister habe ich auch keine. Und die restliche Verwandtschaft? Irgendwo. Ich kannte sie kaum. Heute lebt sowieso niemand mehr von ihnen. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum ausgerechnet ich diesen verdammten Virus überleben musste. Durfte.« »So geht es mir auch.« Esther unterbricht mich mit leiser Stimme, doch ihre Worte schneiden durch die Luft wie scharfe Klingen.[...]

Lust darauf bekommen, wie es weiter geht?
Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.

Eure Beate

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