Freitag, 30. Dezember 2016

[Blick ins Buch] Ein Hauch von Sehnsucht von Christina Unger

Hey ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder eine schöne Passage aus "Ein Hauch von Sehnsucht" von Christina Unger für euch.
Wisst ihr was das beste ist, das Taschenbuch würde schon morgen bei euch ankommen, wenn ihr Prime-Kunden bei Amazon seid. Dann würde ein wundervolles Cover eurer Bücherregal verschönern.

Klappentext:
Victoria Reimer ist mit dem Reisejournalisten Oliver Ross verlobt – der ihr jedoch nicht immer so treu ist, wie sie es gerne hätte. Aus Trotz – aber auch aus Lust an dem Abenteuer, das ihr Leben bislang vermissen ließ – geht sie eine Scheinehe mit Ramon Garcia ein, um dem gebürtigen Argentinier so eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA zu verschaffen.
Was sie jedoch nicht ahnt: Ramon hat eine bewegte politische Vergangenheit, die ihn nach Paraguay ans Krankenbett seiner Mutter führt. Als Victoria ihn dorthin begleitet, gerät sie mitten in einen Regierungsputsch, bei dem sie eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Wird sie an diesem Abenteuer zerbrechen oder am Ende sogar wachsen – und für welchen der beiden Männer wird sie sich entscheiden?


[...]»Ich kann nichts dafür, dass ich ihn liebe.« Barbara hatte es satt, immer wieder dasselbe Lied zu hören. »Leider beruht das nicht auf Gegenseitigkeit. Du machst dir was vor, Vicky.« »Das stimmt nicht, Babs«, erwiderte Victoria leise. »Er tut es - auf seine Weise.« »Indem er mit dir ab und zu in die Kiste hüpft und dir alle zwei Wochen eine Ansichtskarte schickt? Das nennst du Liebe?« Victoria errötete. »Ich würde das nicht so drastisch ausdrücken. Reisen ist nun Mal sein Beruf.« »Ja, genau!« Verärgert schüttelte Barbara eine schwarze Haarsträhne aus dem Gesicht. »Und wo ist er gerade?« »Irgendwo in Südamerika.« »Irgendwo?« »Ich glaube in Brasilien.« Victoria war aufgestanden und ans Fenster getreten. Sie kämpfte gegen die Tränen an. Ihre Freundin war so gemein! Barbara stützte ihre Ellenbogen auf den Küchentisch, legte ihren Kopf in die Hände und beobachtete Victoria still. Sie wollte ihre beste Freundin nicht verletzen, aber Victoria war manchmal so verdammt naiv. Sie war von diesem Kerl einfach besessen. Er sah gut aus, das musste sie zugeben, aber andere Männer waren auch attraktiv. Victoria war erst vierundzwanzig Jahre, acht Jahre jünger als sie selber. Du lieber Himmel, mit vierundzwanzig denkst du doch nicht ans Heiraten, an Babywindeln und an die Rente! Mit vierundzwanzig da schöpfst du aus dem Vollen, da sitzt du nicht jeden Abend allein zu Hause und wartest auf jemanden, der auf sein eigenes Appartement bestand, die meiste Zeit im Jahr fort war und sich um deine Gefühle nicht wirklich scherte. Bei Gott, Victoria würde nicht daheim herumsitzen müssen. Sie könnte unzählige Gelegenheiten wahrnehmen und eine tolle Zeit erleben – sie war eine außergewöhnlich schöne junge Frau! Eine makellose Haut, um die sie jede Frau beneidete, blonde Haare, die bis zur Taille reichten und sexy graue Augen, die immer ein wenig verschleiert blickten. Sie war groß gewachsen und mit Brüsten ausgestattet, die jeden Mann in Ekstase versetzten. Sogar Roger, ihr liebenswertes Ehemann-Ekel hatte Bemerkungen über Victorias tolle Oberweite fallen gelassen. Barbara hatte keinen Grund für Minderwertigkeitskomplexe. Sie war selbst gut gebaut, etwas kleiner, runder, voller, mit schwarz glänzenden kurzen Haaren und einem Schneewittchen-Teint. Eigentlich sehr ansehnlich, sie besaß aber nicht Victorias stille Schönheit und Anmut, die sie aus jeder Gruppe Frauen hervorhob. Nur war sich Victoria ihrer Wirkung überhaupt nicht bewusst. Es war sogar ein wenig naiv von ihr, dass sie ihr Potenzial nicht mehr zu nutzen verstand. »Noch Kaffee?«, fragte Victoria. Barbara nahm die Ellenbogen vom Tisch. »Ja, danke.« Dann fügte sie hinzu: »Es tut mir leid, was ich vorhin gesagt habe, aber ich meine es doch nur gut.«[...]



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