Sonntag, 14. Januar 2018

[virtuelle Couch] Im Gespräch mit Susan Florya


Hallo ihr Lieben,

es ist Sonntag und ich habe wieder die Ehre eine wunderbare Autorin auf meiner virtuellen Couch begrüßen zu dürfen.
Heute werde ich zusammen mit Susan Florya bei Kaffee und Kuchen über ihre Projekte und Bücher zu plaudern.

Hallo liebe Susan,
ich freue mich sehr, dass du dir Zeit genommen hast, um mit mir ein wenig über deine Bücher zu plaudern.
Bei mir geht nichts ohne Kaffee und Kuchen. Ich hoffe du magst Kirsch-Streuselkuchen oder Schokomuffins? Was darf ich dir denn anbieten?
Als Bäckerstochter bin ich da genau richtig, liebe Beate :-) Ich bin bekennde "Coffeeholikerin" und könnte mich ausschließlich von Kuchen, Brot und Obst ernähren.  Du darfst mich gierig nennen, aber ich nehme ein Stück Streuselkuchen UND einen Muffin.
Dann greif mal zu. 😉

Sodele, dann werden wir mal ein wenig über dich und deine Bücher plaudern.  
Wolltest du schon immer Romance-Bücher schreiben?
Sagen wir es mal so: Ich wollte einfach schöne Bücher schreiben, die den Lesern eine Auszeit vom Alltag schenken und an traumhafte Orte entführen. Mein Debütroman "Ein Saxofon im Handgepäck" ist auch kein Romance, sondern eine Vater-Tochter-Geschichte. Da das allerdings nicht ins Schubladendenken der Verlage passte, habe ich mich eben für Romance-Bücher entschieden. Das liegt mir, und das lese ich auch selbst sehr gern.

In deinen Büchern gehen deine Protagonisten immer auf große Reise. Fallen dir die Reiseziele spontan ein oder weißt du schon direkt wo es hingeht?
Manche Geschichten finden ihren Ort von allein. Es macht mehr Spaß, eine Kreuzfahrtserie wie "Mermaid Cruises" in der Karibik oder auf Hawaii anzusiedeln als auf Nord- oder Ostsee. Andere Romane müssen ihre Heimat erst finden. Ich darf noch einmal auf "Ein Saxofon im Handgepäck" zurückgehen? In der ersten Version hatte ich das Manuskript in Kalifornien angesiedelt - doch es passte hinten und vorne nicht. Erst, als ich es nach Südafrika verlegt habe, bekam es durch die Spannung zwischen den unterschiedlichen Kulturen der Regenbogennation wahrhaft Farbe. Dieser Roman kann nur in Kapstadt spielen, aber das musste ich erst herausfinden.

Warst du selbst schon einmal an diesen Orten?
Ja. Abgesehen davon, dass ich sehr reiselustig bin, bin ich auch in Sachen Recherche ein absoluter Perfektionist und möchte das Umfeld, in dem meine Protagonisten leben, lieben und leiden möglichst authentisch wiedergeben. Ich will meine Leser dorthin entführen, wo die Geschichte spielt, sie sollen mit allen Sinnen dabei sein. Das geht nur, wenn ich vorab weiß, wie es vor Ort riecht, klingt und sich anfühlt.

Ist es einfacher im Selfpublishing zu schreiben oder für einen Verlag?
Eine schwierige Frage. Selfpublishing gibt dem Autor die Freiheit, ohne Schubladendenken zu schreiben. Das Manuskript muss nicht in ein bestimmtes Genre passen, damit es massentauglich ist und vom Verlag angenommen wird.
Andererseits nimmt einem ein Verlag einiges an Arbeit und Kosten ab. Ich möchte schreiben, bin aber technisch nicht sonderlich talentiert. Daher bin ich froh, wenn sich ein Verlag z.B. um das Coverdesign kümmert. Das, ebenso wie das Lektorat, kann beim Selfpublishing ordentlich ins Geld gehen. Dafür macht man beim Verlag Abstriche, weil man sein Buchbaby aus der Hand gibt und von anderen mitbestimmen lässt. Und leider ist es aus meiner Erfahrung auch so, dass man immer noch nicht wirklich akzeptiert wird, wenn kein Verlagslabel auf dem
Cover steht.

Deine „Island Hearts“ Reihe schreibst du ja zusammen mit einer Autorenkollegin. Sind denn noch weitere Projekte in Arbeit?
Eigentlich ist es die Reihe meiner lieben Freundin und Kollegin Romina Gold. Sie hatte die Idee zu "Island Hearts" und hat mich mit ins Boot geholt, weil wir einen ähnlichen Schreibstil haben und beide wild auf exotische Handlungsorte / Inseln sind. Leider fehlt es uns beiden an Zeit, neben unseren "großen" Projekten regelmäßig an der Serie zu schreiben. Zur Zeit überlegen wir, wie die Reihe weitergeht. An Ideen mangelt es definitiv nicht.

Ich hab in deiner Vita gelesen, dass du schon als Kind Geschichten geschrieben hast. Gibt es diese Werke denn noch?
Äh... Ja... Ein paar mehr oder weniger vollendete Kreationen habe ich tatsächlich zuletzt noch in Mutters Schränken gefunden. Lassen wir sie ruhen, sie sind schon
so alt, sie wollen weiterschlummern :-)

Hast du dir schon einmal überlegt, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben? Einen Romantic-Thriller oder Fantasy-Buch?
Fantasy ist generell nicht mein Ding, obwohl ich natürlich alle Harry-Potter-Bände verschlungen habe. (Zählt das als Fantasy oder wo packen wir das hin???) Krimis und Thriller lese ich auch gern, zum Schreiben fehlt mir da das Fachwissen. Ich denke, mir liegen eher die romantischen Sachen, besonders Geschichten, in denen Kinder und Hunde eine Rolle spielen. "Nebel über den Reben" ist so ein Roman, da sind wirklich ganze Fässer voller Herzblut hineingeflossen. Und hey, etwas Thrill kommt in "8000 Meilen bis zu Dir" schon vor! Schließlich verfolgt Rodrigo die arme Savannah quer durch ... Och nö, wird nicht verraten. Das könnt ihr gern selbst lesen 😃

Kannst du uns erzählen wie dein Alltag aussieht? Hast du immer ein Notizbuch in der Tasche?
Der Alltag heißt "Schreibtisch im Büro", denn ich arbeite im Mahnwesen eines großen Unternehmens in Düsseldorf. Aber ja, ein Notizbuch ist immer dabei, egal ob beim Sport, bei der Radtour oder auf dem Nachttisch. Die besten Ideen
kommen immer zwischendurch.

Hast du einen bestimmten Arbeitsplatz oder konkreten Zeitpunkt wann du schreibst?
Ja, seit ich vor Kurzem umgezogen bin, habe ich tatsächlich einen kleinen Bereich, der nur fürs Schreiben da ist. Ein Tisch, ein Stuhl und eine Pinnwand für die Ideen direkt vor der Nase. Und natürlich Platz für die Kaffeetasse!
In erster Linie schreibe ich am Wochenende, denn unter der Woche bleibt einfach keine Zeit dafür. Ich brauche Ruhe, mal eben für eine Viertelstunde hinsetzen und den großen Roman verfassen klappt nicht.

So und nun eine letzte Frage. Hast du schon andere Projekte an denen du gerade arbeitest? Wird deine Buchreihe bei Bookshouse weitergehen?
Rechtzeitig zum Jahresende konnte ich das wunderschöne Wörtchen "ENDE" unter das Manuskript zum dritten Teil der Mermaid-Cruises-Reihe setzen. Jetzt steht noch die Überarbeitung an, ehe das Werk an bookshouse geht. Das Buch wird voraussichtlich "Im Rausch der Gezeiten" heißen, leider aber erst im November veröffentlicht werden. Ursprünglich sollte es im August 2018 erscheinen, wurde aber vom Verlag nach hinten verschoben. Das ist einer der Nachteile, wenn man mit einem Verlag zusammenarbeitet. Dann hat man auf den Erscheinungstermin keinen oder höchstens sehr wenig Einfluss. Ich hoffe, meine "Kreuzfahrer" sind auch im Winter noch wild auf die Fortsetzung der Reihe. Es stehen tolle Ziele wie z.B. Havanna und die Bahamas auf der Reiseroute.
Ob es einen vierten Band geben wird, weiß ich noch nicht.  Zuerst steht ein völlig anderes Manuskript in den Startlöchern, von dem immerhin schon gute 50 Seiten existieren.
Überraschung: Eine Liebesgeschichte ... Sie spielt dieses Mal wirklich in Kalifornien, nämlich in Los Angeles. Hach, ist das schön, sich an einem stürmisch-verregneten Wintertag zumindest am PC nach Santa Monica und Venice Beach beamen zu können. Es lebe die Fantasie!
Ein schönes Schlusswort, würde ich sagen. Herzlichen Dank für Deine Fragen. Es hat viel Spaß gemacht, sie zu beantworten.
Und könnte ich vielleicht noch ein Stück Streuselkuchen bekommen?
Ja logisch, du kannst auch gerne Muffins mitnehmen. Ich freu mich, dass es dir geschmeckt hat und das du mir Gesellschaft geleistet hast. Ich danke dir, das ich dich ausquetschen durfte. 
Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg. Mögen deine Träume in Erfüllung gehen. 


Ihr Lieben, wenn ihr jetzt an den Bücher von Susan Florya interessiert seid oder noch mehr über die Autorin erfahren möchtet, habe ich einige Links für euch.

Homepage - Susan Florya
Susan Florya - Autorenwelt
Autorenseite Amazon 
Autorenseite Facebook
Marina Boddenberg (Susan Florya) Facebook 
Susan Florya Lovelybooks

So ihr Lieben,  ich wünsche euch noch einen schönen sonnigen Sonntag-Nachmittag.

Eure Beate 


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