[Wusstest ihr schon] Warum benutzen Autoren Pseudonyme?


Hallo Alle,

ich hab mir mal Gedanken darüber gemacht, warum Autoren ein Pseudonym und auch andere Kulissen anwenden.
Ich muss sagen, dass es eigentlich ziemlich einleuchtend ist, zumindest für mich. Ich bin sehr kritisch, in Bezug auf deutsche Autoren mit englischen Pseudonyme, aber lest selbst. Ich werde euch mal einiges darüber erzählen. So wie es aussieht, werde ich wahrscheinlich noch einen Post darüber schreiben müssen, da ich vieles gar nicht in diesen reinpacken konnte.
So, denn man tau...

Es gibt einige Gründe, warum Autoren sich für ein Pseudonym entscheiden. Eines der wichtigsten Motive für ein Pseudonym ist wahrscheinlich das Autorenimage und die damit verbundenen Erwartungen an uns Leser.  Um erfolgreich in anderen Genres zu veröffentlichen, nutzen dies daher viele Autoren, um zu verhindern, dass sie uns Leser schon durch eine Veröffentlichung in einem für sie vielleicht unbeliebten Genre enttäuschen.

Bei Stephen King ist es ein wenig anders. Die meisten Bücher schreibt er unter seinem bürgerlichen Namen.
Er schreibt aber auch unter seinem Pseudonym "Richard Bachmann" und ist mit diesem fast ebenso erfolgreich.
Ich hab auch schon Bücher von seinem Pseudonym Richard Bachmann gelesen und war überrascht, wie gut er auch unter diesem Namen schreibt.
Natürlich ist er mit seinem richtigen Namen Stephen King erfolgreicher und eine Ikone in seinem Fach.
Ursprünglich entschied sich King für das Pseudonym, weil er den Buchmarkt nicht mit „Stephen King“- Büchern überschwemmen wollte. Gleichzeitig wollte er damit prüfen, ob die Leser seine Bücher nur wegen des Autorennamens oder wegen der Qualität der Werke kaufen.

Pseudonyme sorgen häufig auch für eine bessere Lesbarkeit, insbesondere international, wenn der bürgerliche Name sehr lang oder schwierig zu buchstabieren ist.
Deutsche Autoren, haben mit ihrem bürgerlichen Namen, glaub ich, nicht den Erfolg, den sie verdienen.
Ich persönlich, muss zugeben und hoffe, keinen Autor zu verärgern, dass ich lieber Bücher von ihnen lese, die amerikanische Namen haben und die Geschichten auch in Amerika spielen.
Ich weiß, dass das nicht fair gegenüber einigen Autoren ist. Ich lese auch Bücher von deutschen Schriftstellern, aber manchmal stört mich es wirklich die Namen von deutschen Städten zu lesen. Eine genaue Erklärung kann ich aber auch ehrlich gesagt nicht geben.

Autoren, wie Michelle Raven oder Jane Luc, sind Schriftstellerinnen, bei denen ich nicht bemerken würde, dass es deutsche Autoren sind.
Von Michelle Raven habe ich auch ein Buch unter dem Namen "Michaela Rabe" gelesen und war auch mit diesem Buch geflasht, wie gut sie schreibt. Da liegt es wahrscheinlich auch wieder daran, dass die Kulisse Amerika ist.
Wer auf meinem Blog mal herumstöbert wird merken, wie toll ich Michelle Raven finde. Ich bin ein absoluter Fan von ihr.
Ihre Buchreihen sind einfach mega und ihre Protagonisten sind sehr vielseitig.
Ähnlich ist es auch bei Jane Luc, nur von ihr mag ich das Pseudonym und die amerikanische Örtlichkeit. Auch davon, werdet ihr hier auf meinem Blog etwas finden.

J.K.Rowling, erfolgreiche Autorin der Harry Potter Reihe, hat unter einem männlichen Pseudonym "Robert Galbraith" einen Krimi veröffentlicht.
Sie hatte sich dazu entschieden, unter dem Namen Robert Galbraith Krimis zu schreiben, weil sie der Meinung ist, dass sich diese besser verkaufen lässt, wenn es unter einem männlichen Namen verlegt wird.
Außerdem denken ihre Fans, wenn sie unter ihrem Namen veröffentlicht, immer an Harry Potter und kämen mit einem Krimi nicht wirklich klar. Schreibt sie denn genauso gut im Krimi-Genre? Ich weiß es leider nicht. Kann es mir aber komischerweise nicht vorstellen.
In einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph, sagt sie dass das Schreiben unter einem Pseudonym für sie eine befreiende Erfahrung ohne Erfolgsdruck gewesen sei.

Anders ist es bei Büchern aus dem historischen Genre, beispielsweise Sibylle Baillon. Bei ihr könnte ich mir gar keinen anderen Namen vorstellen. Ich mag sie unter diesem Namen, egal ob Pseudonym oder nicht. Sie lebt in Deutschland aber auch im Ausland. In ihren Büchern dreht es sich ja meistens um historische Städten, daher ist das nicht relevant, zumindest wieder für mich. Ich hab auch noch kein Buch von ihr gefunden, das unter einem anderen Namen veröffentlicht wurde.

Amerikanische Namen sage mehr aus. Man erwartet eine Story, die nicht in Deutschland spielt und sich eventuell auch vom Schreibstil unterscheidet. Dennoch sollten Autoren sich nicht davon beirren lassen, denn ihre Geschichten bleiben einzigartig.
Es ist also ganz schön verzwickt, unter welchem Namen, Autoren, Bücher veröffentlichen. Und wie ihr seht gibt es ganz schön viele Gründe, warum man unter einem Pseudonym Bücher schreibt.

Schreibt mir doch einfach, was ihr davon haltet.

Liebe Grüße und bleibt gesund
Eure Beate

Kommentare

  1. Hey Beate,

    ich bin da so das glatte Gegenteil, ich mag es total wenn die Bücher in deutschen Städten spielen. Ich kann dagegen meistens nichts mit deutschen Autoren anfangen die ihre Bücher in Amerika spielen lassen. Ich z.B. erwarte bei einem Buch das von Gerda Maier geschrieben ist, auch ein deutsches Setting, wenn das dann in Chicago spielt werd ich damit nicht richtig warm. Ich kann das mit den Pseudonymen aber voll und ganz verstehen. Einige wollen auch einfach ihre Privatsphäre schützen und schreiben deshalb unter einen anderen Namen. Und gerade wenn man Genreübergreifend schreibt, finde ich einen anderen Namen persönlich besser. Ich könnte mir z.B. auch kein Romance-Buch vorstellen, dass Fitzek geschrieben hat. Da erwarte ich einfach einen Thriller und keine rosarote Welt. Ich find das Thema echt interessant und könnte wohl genau wie du einen Roman schreiben und deshalb entschuldige für den langen Kommentar.
    Einen ganz lieben Gruß sendet
    Jessie von Just some Bookstories

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    1. Hallo Jessie,
      du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Meine Kommentare sind auch oft ellelang. Ich finde es super, dass du Bücher von deutschen Autoren liest. Bei Jane Luc zum Beispiel, sie ist ja Deutsche, kann ich mir schlecht vorstellen, dass sie Romane schreibt, die in Deutschland spielen. Ich kannte sie von Anfang an mit ihrer Buchreihe, die in Boston spielt und genauso geht es mir mit Michelle Raven. Aber Fitzek der Romance Bücher schreibt, wäre wirklich sehr merkwürdig. Bei dem Thema mach ich mir aber auch nicht mehr Freunde. Einige Autoren finden es nicht gut, aber es ist ja meine Meinung, also ist es mir relativ egal.
      Liebe Grüße Beate

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